Die Vorsitzende des Musik- und Trachtenvereins von Öfingen, Christina Engesser, spielt im Orchester das Saxophon. Foto: Renate Zährl

Christina Engesser ist seit 2018 Vorsitzende des Musik- und Trachtenvereins von Öfingen. Um die Zukunft des Vereins ist ihr nicht bange.

Gutgelaunt und bestens vorbereitet zeigt sich beim Treffen im Probenraum des Vereins die erste Vorsitzende des Musik- und Trachtenvereins von Öfingen Christina Engesser.

 

Ursprünglich wurde sie vor 30 Jahren gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Vereinsmitglied. Sie begann mit Querflöte und heute spielt sie Saxophon. Mittlerweile ist sie seit 2008 im Vorstand aktiv.

Gestartet hat sie als Schriftführerin, später als Beisitzerin, danach als stellvertretende Vorsitzende und 2018 übernahm sie die Vereinsführung. Verantwortung im Ehrenamt zu übernehmen ist in dieser Familie selbstverständlich.

Die Mutter ist die Ortsvorsteherin von Öfingen. Der Opa war ebenfalls im Ortschaftsrat und im Gemeinderat. 1955 war er Gründungsmitglieds des Vereins, mit Tenorhorn. Gegründet wurde der Verein, damals noch Musikverein, mit 19 aktiven Musikern. Mittlerweile kann der Verein mit insgesamt 179 Mitgliedern eine 70-jährige erfolgreiche Vereinsgeschichte vorweisen, an dem die jetzige Vorsitzende offensichtlich einen erheblichen Anteil hat.

Eckpunkte der Vereinsgeschichte

Christina Engesser schilderte Eckpunkte der Vereinsgeschichte. „Die evangelische Tracht der Baar des Vereins wurde 1970 übernommen und der Verein benannte sich in den Musik- und Trachtenverein um. Sie verweist auf die Jungmusiker und Musikerinnen und auf die Bläserjugend, die 2015 eine eigene Gruppe unter 27 Jahre im Verein gründete. Hier können Nachwuchsbläser unter sich und mit der Hauptgruppe spielen.

Christina Engesser ist sichtlich begeistert vom Musik- und Trachtenverein. „Er belebt das Ortsleben und bringt Jung und Alt zusammen. Das jüngste aktive Mitglied ist elf Jahre und das älteste 80 Jahre“. Sie findet die Mischung aller Altersklassen ganz toll, „die die Jungen bringen Kreativität und neue Ideen mit, die Alten haben wertvolle Erfahrung. Der Musikverein bringt mehrere Generationen wie Kinder und Enkelkinder zusammen“.

Glückliche Situation

Sie nennt es „eine dankbare und glückliche Situation, dass sehr viele junge Mitglieder unter 30 Jahre mitmachen“. Für Christina Engesser ist auch die Nachbarschaft wie Ippingen und auch Talheim wichtig. Die Ortschaften sind durch das Vereinsleben miteinander verbunden. „Es gibt Mitgliedschaften über viele Jahrzehnte, im Fußball- und im Musik- und Trachtenverein“. Bedauerlich findet sie, dass es durch die zwei Landkreisgrenzen keinen öffentlichen Nahverkehr gibt.

Sie hat auch die Fähigkeit, die Musiker durch demokratische Beteiligung zu aktivieren. Der Dirigent, Markus Müller, wurde vor drei Jahren mittels vorbereiteten Fragebogen, von den Musikern ausgesucht. Die aufgeschlossene Vereinsführerin freut sich, er wird das Jahreskonzert am 25. Oktober unter dem Leitspruch „Eine Reise durch den Notenschrank“ zu einem Höhepunkt der 70-jährigen Vereinsgeschichte führen. Jedes Register der Musikfamilie hat sich ein Stück ausgesucht.

Freut sich auf Ehrungen

Mit zu den schönsten Aufgaben gehört für Engesser die Ehrungen. Dazu sagt sie: „Es ist für mich etwas Besonders, die langjährige Mitgliedschaft bei Konzerten zu ehren. Dazu gehören eine geschmückte Halle, ein festlicher Rahmen und eine feierliche Atmosphäre“. Sie selber wird dieses Jahr für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Insgesamt hat der Verein 179 aktive und passive Mitglieder und präsentiert sich jährlich in 25 Auftritten. Darüber hinaus gibt es auch einige über die Region hinausgehende langjährige Kooperationen. Laut Christiane Engesser, vergeht kein Tag ohne dass sie an den Musikverein denkt. „Das besondere an der Ostbaar ist die lebendige Vereinswelt. Es ist wichtig, dass sich immer wieder Personen finden, die die Verantwortung für ein Ehrenamt übernehmen“. Die rührige Vorsitzende mit ihrem Engagement ist das positive Vorbild dafür.