Der aktuell unhaltbare Zustand des Hartplatzes würde bei Realisierung der Kunstrasenplatzpläne des Sportvereins Niedereschach der Vergangenheit angehören. Foto: Albert Bantle

Der Sportverein Niedereschach möchte einen Kunstrasenplatz bauen. Dafür benötigt der Verein einen Zuschuss von der Gemeinde in Höhe von 279 000 Euro. Jetzt stellten die Verantwortlichen den Gemeinderäten das Projekt vor.

Riesengroß war der Andrang in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates. Der Sitzungssaal reichte nicht aus, um die vielen Zuhörer aufnehmen zu können.

Die Gründe für den Andrang waren die Präsentation des SV Niedereschach (SVN) in Sachen Kunstrasenplatzbau und die Vorstellung des aktuellen Sachstandes für die Gerätehauserweiterungen und die notwendigen Fahrzeugbeschaffungen für die Feuerwehrabteilungen Niedereschach und Fischbach. „Wir hatten noch nie so Zuhörer. Die Stühle reichen nicht“, entschuldigte sich Bürgermeister Martin Ragg.

Der Vorsitzende des SVN, Tobias Ganter, dankte für die Möglichkeit, dass der SVN sein für den Verein richtungsweisendes Kunstrasenprojekt im Gemeinderat präsentieren kann und kam gleich auf den Punkt: „Wir beantragen bei der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 279 000 Euro.“

Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule

Sportvorstand Kevin Figl präsentierte das Projekt, bei dem auch eine geplante Zusammenarbeit mit der benachbarten Gemeinschaftsschule Eschach-Neckar (GMS) einen wichtigen Baustein darstellt. Bei den 279 000 Euro handelt es sich um den nach aktuellem Stand noch zu verzeichnenden Fehlbetrag für das mit 533 120 Euro veranschlagte Großprojekt.

Den restlichen Betrag möchte der SVN durch Eigenleistungen, einen Zuschuss des Südbadischen Fußballverbandes (SFBV) und Spendenaktionen finanzieren.

Eine Entscheidung darüber ob und in welcher Höhe die Gemeinde den SVN bei seinem Kunstrasenplatzprojekt unterstützen kann, sollte bis spätestens März gefallen sein, denn seitens des SVN möchte man bereits im April 2024 mit dem Bau beginnen, den man dann den Planungen zufolge, bis zum Herbst 2024 abschließen möchte.

Seitens des Gemeinderates und der Verwaltung wurde deutlich gemacht, dass die Entscheidung der Gemeinde erst im Zuge der bevorstehenden Haushaltsberatungen fallen kann. Verabschiedet werden soll der Haushaltsplan 2024 im Dezember. Je früher der SVN konkret weiß, was von Seiten der Gemeinde zu erwarten ist, desto besser, machten diesbezüglich Ganter und Figl klar.

Der aktuelle Finanzierungsplan

Die Kosten für das Projekt betragen 533 120 Euro. Der Zuschuss den SFBV läge bei maximal 100 000 Euro. Die Eigenleistungen wurden auf 20 999 Euro beziffert. Die Mehrwertsteuerrückerstattung würde rund 33 000 Euro betragen. 100 000 Euro erhofft sich der Verein durch Spenden. Den Restbetrag von 279 000 Euro soll die Gemeinde beisteuern. Fest eingeplant sind 3000 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Bereits eingerichtet ist bei der Volksbank ein Spendenkonto, auf das schon erste Einzahlungen erfolgt sind.