Kehrten als glückliche Sieger von der Bundeskaninchenschau heim: Maxim und Jürgen Decker (von links), Micha Schindler, Martin und Raphael Leukel, Klaus Blum und Katharina Dengler. Foto: Ramsteiner

Mit mehreren Titeln und Spitzenplatzierungen haben die Hausacher bei der Bundeskaninchenschau in Karlsruhe für Aufsehen gesorgt.

Die Hausacher Kleintierzüchter haben bei der Bundeskaninchenschau am 20. und 21. Dezember in der Messe Karlsruhe für Furore gesorgt. Mit gleich mehreren Spitzenplatzierungen und Titeln feierte der Verein den größten Erfolg seiner Geschichte und lud aus diesem Anlass zu einem Pressetermin ein.

 

Allen voran brillierte Jürgen Decker: Der für Haslach startende Hausacher errang mit der Rasse Kleinwidder blau nicht nur den Titel Deutscher Meister, sondern stellte auch den Bundessieger 0,1 (Häsin). „Einmal deutscher Meister zu werden, davon träumt jeder Züchter“, sagt Klaus Blum, selbst seit mehr als 50 Jahren aktiv. Die Deutsche Meisterschaft wird für eine Sammlung von vier Tieren einer Rasse vergeben und gilt als die höchste Auszeichnung, erklären die Kleintierzüchter.

Unterstützung der Familie sei enorm wichtig

Auch Deckers Enkel Maxim (7) sorgte für Schlagzeilen: Mit seinen Zwergwiddern perlfehfarbig wurde er Deutscher Vizejugendmeister und stellte den Bundesjugendsieger 1,0 (Rammler). „Dass ich so tolle Hasen habe, dass sie mich mögen und so flauschig sind“, mache ihm am meisten Freude, strahlt der Nachwuchszüchter.

Auch die Zuchtgemeinschaft Martin und Raphael Leukel konnte jubeln: Mit der Rasse Farbenzwerge blau stellten Vater und Sohn den Bundessieger 0,1 (Häsin). „Natürlich ist man stolz auf den Titel Bundessieger. Das ist der Lohn für die Mühe, die man sich das ganze Jahr über gibt“, betont Raphael Leukel. Die beiden kamen über den Schwiegervater und Großvater Wilhelm Schmider zur Kleintierzucht und teilen neben diesem Hobby auch die Leidenschaft für Fußball.

Die Tiere müssen täglich versorgt werden

Die Zuchtgemeinschaft Blum überzeugte gleich doppelt: Mit Farbenzwerge weißgrannen-blau gab es einen ersten Ehrenpreis, mit Farbenzwerge schwarzgrannen verpassten sie den Vizemeistertitel nur um einen halben Punkt – belohnt mit dem dritten Ehrenpreis.

Micha Schindler, der im vergangenen Jahr einen Bundessieg errang, erhielt für seine Deilenaar-Sammlung ebenfalls einen ersten Ehrenpreis sowie einen weiteren für ein vorzügliches Tier.

Hinter den Erfolgen steckt viel Arbeit – und familiärer Zusammenhalt. „Ohne Unterstützung der Eltern wäre das für einen Achtjährigen überhaupt nicht machbar“, sagt Klaus Blum, der in diesem Alter angefangen hat und inzwischen gemeinsam mit Tochter Katharina züchtet. Die Tiere müssen täglich versorgt werden, Futter und Fahrtkosten steigen. „Es ist wichtig, dass die Partner hinter dem Hobby stehen“, betont Martin Leukel. Bei den Leukels hilft die ganze Familie mit, bei Decker ist inzwischen auch Ehefrau Jana aktiv.

Tiere dürfen eines natürlichen Todes sterben

Alle erfolgreichen Züchter sind sich einig: Kleintierzucht ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung und ein Ausgleich zum Berufsleben.

Und für solch phänomenale Erfolge braucht es neben Können auch „ein Quäntchen Glück“. Kriegen eigentlich die supertollen Kaninchen auch eine Belohnung für ihren Erfolg? Jürgen Decker schmunzelt: „Natürlich, die dürfen irgendwann eines natürlichen Todes sterben. Ein Bundessieger wird garantiert nicht geschlachtet!“

Auszeichnungen

Jürgen Decker: Deutscher Meister (Kleinwidder blau), Bundessieger (Häsin)Maxim Decker: Deutscher Vizejugendmeister (Zwergwidder perlfehfarbig), Bundesjugendsieger (Rammler)Zuchtgemeinschaft Martin und Raphael Leukel: Bundessieger (Häsin, Farbenzwerge blau)Zuchtgemeinschaft Blum: Ehrenpreis (Farbenzwerge weißgrannen-blau), Ehrenpreis (Farbenzwerge schwarzgrannen)Micha Schindler: Ehrenpreis (Sammlung Deilenaar), Ehrenpreis für ein vorzügliches Tier