Der Freundeskreis für Behinderte in seiner Freizeit 2023 auf der Burg Ehrenberg in Reutte, Tirol. Foto: /Sylvina Rosenfelder

Der Freundeskreis für Behinderte feiert im Herbst diesen Jahres sein 50. Jubiläum. Wie die Idee für den Freundeskreis entstanden ist und wofür er steht, erzählt die Vereinsleiterin Sylvina Rosenfelder.

2025 ist ein besonderes Jahr für den Freundeskreis für Behinderte in St. Georgen – denn im Herbst feiert er sein 50-jähriges Bestehen. In dem vergangenen halben Jahrhundert hat sich in dem Verein einiges getan, besonders ihre jährlichen Aktionen und Veranstaltungen machen den Verein stolz. Was den Freundeskreis besonders ausmacht, hat Sylvina Rosenfelder unserer Redaktion erzählt.

 

„Nachdem zwei behinderte Bürger aus St. Georgen 1974, zunächst im privatem Rahmen, behinderte Menschen aus St. Georgen zu sich nach Hause einluden, bekam das Ganze schließlich im Herbst 1975 offiziellen Charakter und Jürgen Lehmann als Sonderschulpädagoge übernahm die Leitung der kleinen Bürgerinitiative, die sich den Namen ‘Freundeskreis für Behinderte, St. Georgen’ gab“, erzählt Rosenfelder. Jürgen Lehmann habe den Freundeskreis mit Herzblut 49 Jahre geleitet und im Februar 2024 dann die Leitung an Sylvina Rosenfelder übergeben. Auch sie sei schon seit 1982 mit dem Freundeskreis verbunden, sagt sie.

Das Motto: Miteinander – Füreinander

Die ursprüngliche Idee: regelmäßig zu Gespräch und Spiel einladen und so behinderte Menschen aus der Isolation herausholen, meint Rosenfelder. Das soll Möglichkeiten der Begegnung schaffen, wo Behinderte und Nichtbehinderte miteinander unterwegs sind, Leben teilen und sich gegenseitig stützen, erklärt die Leiterin.

Insgesamt sind 39 behinderte und nichtbehinderte Freunde Teil des Freundekreises, davon sind 27 bereits über 70 Jahre alt, berichtet Rosenfelder. Die jüngste Freundin sei 44 Jahre alt und die Älteste sei bereits 95 Jahre alt.

Einiges an Ereignissengeboten

Vor allem freut sich der Verein auf bestimmte Ereignisse im Jahr. Zu diesen gehört die jährliche Freundeskreisfreizeit, die mittlerweile seit zehn Jahren in Moosbach, in der Nähe von Kempten, stattfindet. „Für unsere behinderten Freunde ist dies die einzige Möglichkeit, Urlaub zu machen, rauszukommen aus den vier Wänden und die Gemeinschaft zu genießen. Zeit zu haben, sich auszutauschen, gemeinsam spazieren gehen, zu spielen, zu singen und ein Ausflugstag gehört auch dazu“, erklärt Rosenfelder.

Im Frühling findet das „Ostertreffen“ statt. „Früher von der AWO, dann vom Bürgermeister übernommen, lädt die Stadt jedes Jahr zum Ostertreffen ein mit musikalischer Umrahmung durch das „Saiten-Allerlei“, ehemals Stubenmusik des Trachtenvereins. Dabei sind auch immer wieder die Jüngsten des Trachtenvereins mit ihren Tänzen“, berichtet die Leiterin.

Auch im Winter spielt sich ein Höhepunkt für den Verein ab, nämlich bei ihrer Weihnachtsfeier. Hierzu gehört das Krippenspiel, welches jedes Jahr von Rosmarie Lehmann geschrieben wird – eigens auf die Darsteller zugeschnitten, um die Botschaft von Weihnachten anschaulich weiterzugeben.

Aber auch zwischen den großen Veranstaltungen wird der Freundeskreis vom evangelischen Kranken- und Hilfsverein und den katholischen Elisabethfrauen zu Kaffee und Kuchen und zu Ausflügen eingeladen.

Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. „Wir würden uns freuen, wenn weitere jüngere St. Georgener, mit und ohne Behinderung, zu uns stoßen und unseren Freundeskreis bereichern würden“, sagt Rosenfelder.

Die Leiterin bittet, sich bei Interesse unter der Telefonnummer 0157/81 00 46 04 oder per Mail an sylvina.ro@gmail.com zu melden.