Der Vorstand der Szene 64 mit (von links) dem Vorsitzenden Dennis Dieterle, Achim Ringwald (Verteter der Stadt Schramberg), den neuen Ehrenvorsitzenden Ulrich Bauknecht, der neuen Vorsitzenden-Stellvertreterin Maria Fanelli, dem Vorsitzenden-Stellvertreter Fabian Riesterer und Kassierer Markus Mayer. Foto: 48GradNord PhotoGraphics

Der Verein Szene 64 hat in den eigenen Räumen in der Geißhalde seine Hauptversammlung abgehalten.

Auf dem Programm stand auch ein bedeutender personeller Wechsel: Gründungsvorsitzender Ulrich Bauknecht übergab das Amt an seinen Stellvertreter Dennis Dieterle.

 

Bauknecht erinnerte bei seiner Begrüßung an das Zehn-Jahres-Jubiläum des Vereins. Er blickte auf ein „bewegtes und ereignisreiches Szene-Jahr“ zurück. Besonders hob er das erste Sommer-Open-Air hervor – noch nicht mit dem erhofften Besucherandrang, doch ein „guter Start für eine zukunftsfähige Reihe“. Für 2026 sei bereits eine Neuauflage geplant, ergänzte Dieterle.

Förderantrag zurückgezogen

Die Nutzung der Szene-Räumlichkeiten bleibe grundsätzlich hoch. Neben Hochzeiten, Empfängen oder Vorträgen fanden dort unter anderem die Halloweenparty der Falkenhexen oder regelmäßige Veranstaltungen der MIS statt. Die Unterabteilungen Kulturbesen und Kunst in Szene hätten sich als tragende Säulen etabliert. Die Kunstschule verzeichnete 71 Kurstage, der Kulturbesen 29 Abende. Der Umbau des zweiten Obergeschosses sei abgeschlossen – dort befinden sich die Kunstschule und der Escape Room inklusive neuem zweiten Raum.

Hinsichtlich des Kaufs von Junghans-Bau 10 erklärte Bauknecht, der Verein habe seinen Förderantrag aus Rücksicht auf die Haushaltslage der Stadt zurückgezogen, sei aber zuversichtlich, die Finanzierung durch Spenden zu sichern.

Bildung von Rücklagen

Der Verein schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem Plus von rund 2500 Euro ab, berichtete Kassierer Markus Mayer. Im ideellen Bereich seien die Spenden deutlich geringer ausgefallen. Im Zweckbetrieb, vor allem die Veranstaltungen des Kulturbesens, erzielte der Verein dank eines Zuschusses der Stadt Schramberg von 20 000 Euro ein Gewinn von rund 8000 Euro, der als Rücklage für künftige Großveranstaltungen vorgesehen ist. Im wirtschaftlichen Betrieb – Vermietung und Gastronomie – blieb nach Abzug aller Kosten ein Plus von rund 14 500 Euro. Der Großteil davon soll in die Rücklage für das Projekt Bau 10 fließen. Ein Projekt, das „uns noch viele Jahre begleiten wird“, so Mayer. In der Folge fasste die Versammlung den Beschluss, künftig regelmäßig Rücklagen für diese Anlässe bilden zu können.

Die Kassenprüfung durch das Rechnungsprüfungsamt Schramberg ergab keine Beanstandungen. Auf Antrag von Barbara Kunst wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Neue Vorsitzenden-Stellvertreterin

Nach zehn Jahren an der Spitze des Vereins trat Ulrich Bauknecht nicht mehr zur Wiederwahl an. Die Versammlung wählte Dennis Dieterle einstimmig zu seinem Nachfolger. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Maria Fanelli, die erfolgreich die Szene-Gastronomie führt. Markus Mayer wurde zudem für zwei weitere Jahre zum Kassierer gewählt.

Weil viele Tätigkeiten beispielsweise im Rahmen der Kulturbesen-Veranstaltungen weit über den üblichen ehrenamtlichen Rahmen hinausgehen, beschloss die Versammlung einstimmig, dass der Vorstand in solchen Fällen eine angemessene Vergütung erhalten darf. Abschließend lud Dieterle zum Start der neuen Kulturbesen-Saison am Samstag, 8. November, ein.