Seniorenwohnanlage Hörnleblick in Frommern Foto: Privat

Seit 20 Jahren gibt es den Freundeskreis Seniorenhilfe Frommern. Der Verein hat in dieser Zeit viele herausragende Arbeit geleistet, das wurde in der Hauptversammlung deutlich.

Die Vorsitzende des Vereins, Anita Merz, begrüßte im Haus der Volkskunst nahezu alle ehrenamtlich tätigen Mitglieder zu diesem Rückblick auf ein Jahr, in dem das 20-jährige Bestehen des Vereins groß gefeiert wurde.

 

Der Geburtstag fand am 12. Juni statt und wurde laut Merz zu einem gelungen Fest, bei dem vor allem die Gründungsmitglieder und ehrenamtlicher Helfer im Mittelpunkt standen. Aus Anlass des Jubiläums hatte der Verein auch eine Spendenaktion gestartet, die 1900 Euro erbrachte.

Merz: „Diese Spendenbereitschaft zeigt uns, dass unsere langjährige ehrenamtliche Arbeit für alte Menschen sehr geschätzt wird.“

Im Spätherbst des Jahres wurde zudem der Altarbereich im Andachtsraum des Pflegeheims neu gestaltet. Dafür hatte die Künstlerin Uschi Lohner Ölgemälde gestiftet.

Ehrenamtliche Helfer sorgen für ein großes Stück Lebensqualität

Wie positiv sich die ehrenamtliche Tätigkeit fast aller 56 Vereinsmitglieder in der Seniorenanlage „Hörnleblick“ auswirkt und wie gut man die dort hauptamtlichen Kräfte ergänzt und für eine Stück Lebensqualität der Bewohner sorgt, zeigten nicht nur der Bericht von Anita Merz auf.

Teamleiterin Helga Zimmermann-Fütterer führte aus, dass das Café-Team in den vergangenen 20 Jahren schon an nahezu 900 Sonntagen für Kaffee und Kuchen gesorgt habe. Auch die Mitglieder des Besuchs- und Begleitdienstes betreuen mehrere Bewohner, begleiten sie beim wöchentlichen Spazierengang oder führen Pflegebedürftige mit dem Rollstuhl aus, bei schlechtem Wetter werden Spiele gemacht – dafür verantwortlich ist Erika Brosowski.

Ein weiteres Team unter Gisela Hammer holt jeden Dienstag Bewohner des „Hörnleblick“ von den Stationen und bringt sie zum Gottesdienst in den Andachtsraum. Bis zum heutigen Tag finden dort wöchentlich Gottesdienste statt. Das sei einmalig, wöchentliche Gottesdienste gebe es in keinem anderen Heim weit und breit, so Hammer. Für die meist über 30 Personen sei diese Stunde immer ein Highlight.

All diese Aktivitäten, so das Fazit, seien schon lange zu einem Qualitätszeichen der Seniorenanlage „Hörnleblick“ geworden. Die kontinuierliche Arbeit über so viele Jahre hinweg, betonte Anita Merz, sei aber nur möglich, weil sich das Engagement auf so viele Schultern verteilt.

Schriftführer und Koordinator der Andachten verabschiedet

Es folgte der Kassenbericht von Edelgard Lay, der Kassenprüfbericht und die ein stimmige Entlastung des Vorstands.

Der bisherige Schriftführer Theo Keinath wurde verabschiedet. Seine Nachfolgerin wird Edelgard Lay. Der bisherige für die Kirchenandacht zuständige Koordinator Joachim Halder – welcher etwa 22 Jahren dieses Amt bekleidete – hatte diese Aufgabe schon im September an Gisela übergeben.

Im Anschluss an die Hauptversammlung gab es ein Essen als Dank und Anerkennung für das große ehrenamtliche Engagement eines jeden einzelnen Mitglieds.

Was dem Freundeskreis aber gewisses Kopfzerbrechen bereitet: Man sollte sich über eine Verjüngung des Vereins Gedanken machen. Anita Merz fände es schön, wenn den einen oder die andere Jungrentner/Jungrentnerin für das Teams gewinnen könnte.

Bei Interesse kann man sich bei bei der Vorsitzenden Anita Merz, ihrer Stellvertreterin Gretel Koch-Wern oder direkt im Pflegeheim „Hörnleblick“ melden.