Neuwahlen beim Kulturverein Tal-Gang-Art (von links): Anette Ganter, Sabine Schulzke und Eva Müller scheiden aus dem Vorstand aus, Jörg Bitzer, Thomas Hufnagel und Bruno Schlagenhauf stehen künftig der Vorsitzenden Susanne Feil (vorne rechts) zur Seite. Foto: Karina Eyrich

Auflösung? Mitnichten. Der Kulturverein Tal-Gang-Art Albstadt startet mit zwei neuen stellvertretenden Vorsitzenden ins neue Jahr. Das sind sie.

Dramatisch hatte die Einladung zur Hauptversammlung des Kulturvereins Tal-Gang-Art geklungen: Weil beide Stellvertreterinnen der Vorsitzenden Susanne Feil nicht mehr anträten, drohe – laut Satzung – die Auflösung, falls sich niemand finde. Doch es blieb bei der Theorie. Susanne Feil, die einstimmig wiedergewählt wurde, stehen künftig Bruno Schlagenhauf und Thomas Hufnagel zur Seite. Die Mitglieder wählten die beiden, ebenfalls einstimmig, zu Nachfolgern von Anette Ganter und Sabine Schulzke, die nicht mehr antraten, was alle ausdrücklich bedauerten. Dasselbe gilt für den Rückzug von Kassenwartin Eva Müller, zu deren Nachfolger einstimmig Jörg Bitzer gewählt wurde. Schriftführer bleibt Hansjürg Stiele.

 

„Eva Müller war nicht nur eine perfekte Kassiererin, sondern eine echte Stütze und der gute Geist des Vereins“, betonte Susanne Feil und fuhr fort: „Sabine Schulzke verlässt den Vorstand, aber Gott sei Dank nicht den Beirat, denn egal welche Probleme es gibt: Sie weiß immer Rat und hat immer einen Nachbarn, der das Geforderte weiß oder kann.“ Projekte wie die „Tailfinger Lange Tafel“ oder die jüngste Jubiläumsausstellung „1975 – Die Kinder von Albstadt“ seien ohne sie nicht denkbar.

Anette Ganter sei von Anfang an dabei und habe sich als Vorstandsmitglied mit „sehr viel Herzblut“ eingebracht, stellte Feil klar. „Sie ist unsere Kulturfrau und Netzwerkerin schlechthin, sie lebt Kultur“ und habe sich zudem um alles Mediale gekümmert – dass sie den Vorstand verlasse, sei „hoffentlich nur eine Auszeit“. Eine, die sie brauche, erklärte Anette Ganter, dankbar für „die Reise“, die 2014 begonnen habe.

Abrissparty im AC-Park noch in Erinnerung

Sie erinnerte an legendäre Veranstaltungen wie die Abriss-Party im AC-Kaufpark in Tailfingen, die Tailfinger Lange Tafel, die seit 2018 etabliert sei, und – in ihrem vorerst letzten Jahresrückblick – an Kultur-Ausflüge, den Poetry Slam, „Kunst und Wurstsalat“ mit Roland Milkau, die Silvesterparty „We play the 70s“, das Fest zur Aufwertung des Uhlandsgartens, die 2026 weitergehen soll, den ersten Tailfinger Nikolausmarkt und die Vernissage zur Jubiläumsausstellung in der Technologiewerkstatt. „Projektspezifisch und punktuell“ will Anette Ganter sich weiter einbringen, versprach sie, und freut sich auf neue Impulse durch Bruno Schlagenhauf und Thomas Hufnagel.

„Niederschwellige Angebote“ angekündigt

Für das neue Jahr kündigte Susanne Feil „niederschwellige Angebote“ an, bei denen die Geselligkeit im Vordergrund stehe, um die Mitglieder noch mehr einzubinden und neue anzuziehen. Bruno Schlagenhauf freut sich darauf, die Ideen, die er schon im Kopf habe, zusammen mit den Mitgliedern zu entwickeln, und Thomas Hufnagel präsentierte die Edeka-Koch-Vereinskarte, bei deren Nutzung ein Prozent von jedem Einkaufswert an Tal-Gang-Art geht.

Uli Kohaupt schlug abschließend vor, den „Kulturstammtisch“ wiederzubeleben, „damit der Vorstand nicht alleine grübelt, sondern basisdemokratisch Ideen abruft“. Der Kulturstammtisch hatte sich vor mehr als 15 Jahren zusammengefunden und unter anderem die „Literaturwoche Albstadt“ 2011 organisiert, Ersatz für die damals kostenbedingt ausgefallenen Literaturtage.