Kreisrunde Reifenspuren auf dem SSC-Sportplatz: Autodrifter haben den Rasen massiv beschädigt. Der Verein ist fassungslos, sucht Zeugen – und schaltet die Polizei ein.
Breite, kreisrunde Reifenspuren erstrecken sich über den SSC-Sportplatz auf dem Schellenberg. Der Rasen ist zerstört, die Furchen ziehen sich fast über den ganzen Platz. Ein Vereinsmitglied hat die Verwüstung am Montagabend entdeckt und den Vereinsvorstand informiert.
Vorsitzender Kai Sauser ist darüber fassungslos – und vermutet, dass der Schaden mutwillig angerichtet wurde. „Aufgrund der Form und des Aussehens der Spuren waren offensichtlich Autodrifter am Werk“, so seine Spekulation. Eine oder mehrere Personen haben demnach mit einem Auto absichtlich durch Driften, also durch Schleudern, oder Fahren mit durchdrehenden Reifen Schaden auf dem Sportplatz angerichtet.
Leidgeprüfter Verein
Mit Verwüstungen auf dem Sportplatz kennen sich die SSCler allerdings aus. „2024 haben wir den Sportplatz einmal zerstört vorgefunden“, berichtet Sauser. Doch damals waren keine Autodrifter am Werk – sondern Waldbewohner. In einer lauen Septembernacht war eine Wildschweinrotte zu Gange und hat den Rasen großflächig zerstört. Rund ein Drittel des Platzes, auf dem hauptsächlich die Jugendmannschaften regelmäßig trainieren, waren damals nicht mehr nutzbar. Dass am Montag Wildschweine ihr Unwesen trieben, könne jedoch ausgeschlossen werden, die Reifenspuren seien sehr eindeutig, so Sauser. Auf der Plattform Instagram machte der Verein den Vorfall noch am Montagabend publik – und ist auf der Suche nach Zeugen, die vielleicht den Vorfall beobachtet haben. „Jeder Hinweis kann helfen“, heißt es in dem Beitrag.
Der Verein bringt den Vorfall nun bei der Polizei zur Anzeige gegen Unbekannt.
Schadenshöhe unklar
Wie hoch der Schaden ist, ist laut Sauser noch unklar. „Aufgrund der eisigen Temperaturen der letzten Tage und überfrierender Nässe besteht die Hoffnung, dass der Schaden nicht so immens groß ist, wie der erste Blick vermuten lässt“, so Sauser. Der Spielbetrieb sei jedenfalls nicht gefährdet. „Die Trainings finden ohnehin zum Großteil in Hallen statt“, so Sauser. Zudem könne man noch auf den Kunstrasenplatz im Haberfeld zurückgreifen.
Der Verein hatte bis Ende 2023 sein Domizil mit Rasenplatz und Clubheim am Schellenberg, daher kommt auch der Name SSC: Schellenberg-Sportclub. Anfang 2024 hat der Verein seine Zelte im Sportzentrum Haberfeld aufgeschlagen, wo in viel Eigenarbeit ein neues Clubheim gebaut wurde. Der SSC ist der größte Verein in Donaueschingen mit rund 630 Mitgliedern. Gemeinsam mit den Partnervereinen aus Pfohren und Wolterdingen stellt der SSC aktuell 20 Jugendmannschaften, darunter sechs SG-Teams und ein Juniorinnenteam.