Das erweiterte Vorstandsgremium des Vereins Bürger helfen Bürgern mit ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, vor Ort war auch Bürgermeister-Stellvertreterin Gisela Birr (Vierte von links) Foto: Bogenschütz/Kauffmann

62 neue Mitglieder, 16.500 Kilometer mit dem Fleckahopser und 3430 Einsätze, doch letztlich sind es Spenden, die die Angebote sichern.

Wenn Nachbarn füreinander da sind, entsteht mehr als nur Hilfe im Alltag – es entsteht Gemeinschaft. Dafür steht der Verein Bürger helfen Bürgern. Im vergangenen Jahr hat sich der Verein besonders sichtbar gezeigt – und damit zugleich deutlich gemacht, wie wichtig engagierte Bürgerinnen und Bürger für seine Arbeit sind.

 

Ein starkes Signal

Besonders erfolgreich waren die Informationsstände beim Dorffest Thanheim sowie beim Bachhock Wessingen. Dort kamen zahlreiche Gespräche zustande – und viele Besucher entschieden sich spontan für eine Mitgliedschaft. Insgesamt traten im vergangenen Jahr 62 neue Mitglieder dem Verein bei, so viele wie noch nie innerhalb eines Jahres. Für die Vorsitzende Heide Pick ist das ein starkes Signal. „Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen“, sagt sie bei der Hauptversammlung im Bürgerhaus Zimmern.

Dass die Mitgliedergewinnung so wichtig ist, hat auch mit der demografischen Entwicklung zu tun. Zwar wächst der Verein stetig, doch gleichzeitig sind im vergangenen Jahr viele Mitglieder verstorben. Zum Jahresende 2025 zählte der Verein insgesamt 662 Mitglieder. Neue Unterstützer sind daher entscheidend. Gut die Hälfte aller Einsätze entfällt auf Begleitdienste – etwa zu Arztterminen oder Behörden. Hinzu kommen unter anderem Einkaufsdienste und Unterstützung im Haushalt. Überdies ist der „Fleckahopser“ häufig unterwegs. 2025 legte das Auto rund 16.500 Kilometer zurück und hatte 3430 Einsätze – ein deutliches Zeichen dafür, wie stark das Angebot nachgefragt wird.

Auch passive Mitgliedschaft hilft

Mitglied zu sein, bedeutet dabei nicht automatisch, selbst aktiv helfen zu müssen. „Auch die passive Mitgliedschaft hilft“, betont Vorsitzende Pick. Schließlich sind es die Mitgliedsbeiträge, die einen großen Teil der Arbeit ermöglichen. Der Standard-Beitrag liegt bei 12 Euro pro Jahr. Derzeit decken sie nur 68,8 Prozent der Ausgaben. Jedes Jahr ist der Verein daher auf Tausende Euro an Spenden angewiesen.

Teil der Idee werden

Heide Pick äußert sich deshalb besonders dankbar gegenüber den Sponsoren des Vereins. Ohne diese Unterstützung wäre die Arbeit des Vereins nicht möglich. Gleichzeitig achtet der Verein darauf, sparsam zu wirtschaften. Der größte Teil der Ausgaben entfällt auf die Geschäftsstelle, deren Team die organisatorische Arbeit professionell koordiniert.

Neben der Hilfe im Alltag kommt auch das Gemeinschaftsgefühl nicht zu kurz. Ein Beispiel dafür war das Helferfest im vergangenen Jahr in Wessingen. „Das hat alle begeistert. In diesem Stil wollen wir weitermachen“, sagt die Vorsitzende.

Wer Mitglied wird, unterstützt also weit mehr als nur einen Verein. Er stärkt ein solidarisches Netzwerk, das vielen Menschen im Ort den Alltag erleichtert. Gerade deshalb hofft „Bürger helfen Bürgern“, dass sich auch künftig viele Bisinger entscheiden, Teil dieser Idee zu werden. Denn je mehr Menschen mitmachen, desto stärker wird das Netz der gegenseitigen Hilfe.

Hauptversammlung mit Wahlen

Wahlen
 Bei der Hauptversammlung sind Mitglieder aus dem Vorstand verabschiedet und neu verpflichtet worden. Jürgen Hankele hat das Amt des Schriftführers abgegeben. Auf ihn folgt per Mitgliedervotum Jasmin Telaar. Als stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins hat die Versammlung Rudolf Buckenmaier bestätigt. Ebenfalls einstimmig bestätigt wurden die Beisitzer Adam Annasenz, Pius Mayer und Sabine Stoll. Zu Kassenprüfern hat die Versammlung Maria Sauter und Patrick Bogenschütz gewählt. Fritz Hammer, der als Fahrersprecher tätig war, gibt diese Funktion an Rosario Naso und Max Dehner (Stellvertreter) ab. Alexander Kauffmann übernimmt die Aufgabe des Pressereferenten. Alle drei gehören dem Vorstand nicht stimmberechtigt an, sind aber Mitglieder mit erweiterten Aufgaben, die vom Vorstand im Vorfeld der Hauptversammlung gewählt wurden. Dank galt während der Hauptversammlung auch Ludwig Vogt, der als Fleckahopser-Fahrer ausscheidet.Kontakt Als Mitglied – passiv oder aktiv – ist man Teil der großen Bürgergemeinschaft, die sich für ein gutes Miteinander, Hilfsbereitschaft und Lebensqualität engagiert. Man kann viele neue ​Kontakte knüpfen, sich persönlich weiterentwickeln, die Freizeit sinnvoll gestalten, das Engagement bietet Spaß und man erhält ein kostenfreies Fahrsicherheitstraining. Wer Mitglied werden oder weitere Infos haben möchte, ruft an unter Telefon (0170) 7977771 (Heide Pick). Zu empfehlen ist auch die Internetseite www.bhb-bisingen.de.