Vor voller Stadthalle wurde Markus Keller für seine dritte Amtszeit vereidigt. Dabei machte der Blumberger Bürgermeister deutlich, dass Stillstand für ihn keine Option ist.
Für den Blumberger Bürgermeister Markus Keller war der Neujahrsempfang in diesem Jahr ein besonderer Tag. Die integrierte Zeremonie zu seiner Vereidigung für die dritte Amtszeit fand vor einer überfüllten Stadthalle statt.
Man muss lange zurückdenken, um in Blumberg einen ähnlichen Andrang bei einer Amtseinführung erlebt zu haben. Vielleicht war es in den 1980er-Jahren unter dem legendären Bürgermeister Werner Gerber, als das Interesse der Bevölkerung ähnlich hoch war.
Der mit 98 Prozent bestätigte alte und neue Bürgermeister weiß diesen Rückhalt aus der Bevölkerung zu schätzen. Dies machte er mit vielen persönlichen Worten deutlich. Amtsmüdigkeit oder sich auf dem Erreichten auszuruhen sind für Markus Keller keine Optionen. Mit konkreten Vorstellungen ist sein Blick nach vorn gerichtet. Ob in der Stadtverwaltung oder im Gemeinderat – es werden weiterhin die Ärmel hochgekrempelt.
„Wenn wir über Zukunft sprechen, dürfen wir einen Bereich nicht ausklammern, der oft unpopulär ist, aber entscheidend für alles Weitere: die finanziellen Grundlagen unseres Haushalts“, machte er in seiner Neujahrsansprache deutlich.
Die kommenden Jahre werden nicht einfach
„Seit Jahren werden uns immer mehr Aufgaben vom Bund und Land übertragen, bei denen keine ausreichende Finanzierung zugrunde liegt“, stellt er fest. „Die Städte und Gemeinden sind längst an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angekommen. Wir übernehmen Verantwortung, wir setzen um und stehen vor Ort den Menschen Rede und Antwort“, sagte er.
„Ich weiß, dass die kommenden Jahre nicht einfacher werden. Ich bin aber überzeugt, dass wir, wenn wir zusammenstehen und im Gespräch bleiben sowie die Verantwortung teilen, unsere Aufgaben weiterhin meistern werden“, strahlte er dennoch Zuversicht aus. „Zukunft ist nichts, was man abwartet. Zukunft ist etwas, das man gemeinsam gestaltet“, gab er eine klare Philosophie vor.
Für ihn beginne Politik nicht im Sitzungssaal, sondern bereits im Alltag. Überall, von der Kita über die Schule bis zu den Arbeitsplätzen oder abends am Küchen- oder Stammtisch, inklusive der ehrenamtlichen Arbeit, entstehe für ihn die kommunale Verantwortung. Dieser eingeschlagene Weg soll laut Keller in Blumberg weiterhin gemeinsam gestaltet werden.
Zukunft heißt auch, nicht stehenzubleiben
„Viele Begegnungen, egal wo sie stattfinden, zeigen mir jedes Mal, was die Menschen wirklich bewegt. Es ist immer wichtig, im Gespräch zu bleiben“, nimmt für ihn die persönliche Kommunikation einen hohen Stellenwert ein. „Zukunft heißt auch, nicht stehenzubleiben. Stillstand ist kein Schutz, sondern bedeutet, Chancen zu verpassen“, will er weiterhin mutig die Herausforderungen angehen.
Er sieht seine Passion in Blumberg noch lange nicht am Ende. „Unsere Stadt ist stark, weil viele genau diesen Weg gehen – verlässlich, engagiert und oft ganz selbstverständlich“, sprach er allen Bürgern sein Vertrauen aus. Er sehe Blumberg mit seinen acht Ortsteilen immer im Ganzen und spüre einen steigenden Zusammenhalt.
Mit den Ortsteilen
Unter Bürgermeister Markus Keller
ist die Gemeinschaft mit den Ortsteilen zusammengewachsen. Dies machte er auch im Wahlkampf deutlich. Er zeigte in allen Stadtteilen starke Präsenz, bei seinen offiziellen Wahlversammlungen war das Interesse dort groß. Vor allem mit der Investition in das inzwischen geschlossene Breitbandnetz in Blumberg und den Teilorten seien hier die Weichen für die Zukunft gestellt worden. „Das ist in ganz Baden-Württemberg einmalig“, dies wurde auch vom CDU-Landtagsabgeordneten Guido Wolf in dessen Rede unterstrichen.