Bei der Ehrung der ehemaligen Ortsvorsteher aus Gündringen (von rechts): Georg Widmaier, Anton Kiefer, Jürgen Straub und Gregor Carl. Ortschaftsrat Florian Märker (links) und Ortsvorsteher Markus Geißler (Zweiter von links) übergaben die Ehrungen. Foto: Kiefer

Für ihren Heimatort engagierten sie sich mit ganzem Herzen. Und dieses Engagement wird gesehen. Der Ortschaftsrat Gündringen hat seine vier ehemaligen Ortsvorsteher geehrt.

Ortsvorsteher Markus Geißler erläuterte in der Ortschaftsrat-Sitzung, warum nach 22 Jahren erstmals eine Auszeichnung in Form eines Pin-Ansteckers vergeben wird. Dieser dient als Anerkennung für Personen, die sich in besonderer Weise für Gündringen engagiert und Leistungen für die Ortschaft erbracht haben.

 

Weiter führte er aus, dass die Mitglieder des Ortschaftsrates, die Vereinsvorstände aus Gündringen sowie die Stadtverwaltung Randa in der Schweiz bereits im Besitz eines solchen Pins sind. Markus Geißler übergab anschließend das Wort an den Ortschaftsrat Florian Märker.

Anton Kiefer, Jürgen Straub, Georg Widmaier und Gregor Carl sind vor Ort

In diesem Rahmen begrüße der Ortschaftsrat die vier ehemaligen Ortsvorsteher Anton Kiefer, Jürgen Straub, Georg Widmaier und Gregor Carl, und betonte, dass es dem Ortschaftsrat Gündringen ein besonderes Anliegen sei, die ehemaligen Ortsvorsteher zu ehren und ihr Engagement in den Mittelpunkt zu stellen.

Florian Märker erläuterte zudem die Entstehungsgeschichte des Pins: Im Jahr 1973 ereignete sich im Schweizerischen Randa ein Unglück, bei dem Bergfreunde aus Nagold tödlich verunglückten. Aus diesem tragischen Ereignis entwickelte sich eine enge und bis heute bestehende Partnerschaft zwischen Gündringen und Randa.

Die Partnergemeinde Randa ist der Ideengeber

Im Jahr 2023 – also – 50 Jahre nach dem Unglück, wurde diese Freundschaft zu einer offiziellen Gemeindepartnerschaft zwischen Randa (CH) und Nagold-Gündringen beurkundet. Bei einem Partnerschaftsbesuch in Randa erhielt man unter anderem einen kleinen Pin mit dem Randa-Ortswappen. Dies war Anlass für den Ortschaftsrat Gündringen, ebenfalls einen eigenen Pin-Anstecker als Ehrung einzuführen. Ortsvorsteher Geißler ließ daraufhin einen entsprechenden Anstecker entwerfen und herstellen.

Seit 2024 wird der Pin-Anstecker an Ortsvorsteher, Ortschaftsräte sowie Vereinsvorstände in Gündringen verliehen. Im Rahmen der Sitzung erfolgt nun erstmals die Ehrung der ehemaligen Ortsvorsteher.

Kiefer prägte Gündringen über 28 Jahre

Anton Kiefer (1975-2003) prägte Gündringen über 28 Jahre. Unter seiner Leitung wurden unter anderem Kindergarten und Schulstandorte neu geordnet, Baugebiete erschlossen, die Halle Gündringen-Schietingen eingeweiht und das Heimatbuch „Gündringen – Ein Dorf im Steinachtal“ veröffentlicht. Für sein herausragendes Engagement wurde Anton Kiefer bereits mit zwei Bundesverdienstkreuzen sowie der Nagolder Medaille ausgezeichnet.

Jürgen Straub (2003-2009) setzte wichtige Infrastrukturprojekte um: Aufnahme ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, Sanierungen von Straßen und Stützmauern, neue Jugendtreffs, ein Volleyballfeld und die Renaturierung der Steinach und vieles mehr.

Gartenschauprojekte und Weihnachtsmarkt

Georg Widmaier (2009-2014) leitete Projekte im Rahmen der Landesgartenschau 2012 in Nagold: Neugestaltung des Grünstreifens an der B 463, Renovierung der Ölbergstationen, Wassertretanlage, Dorfplatz-Einweihung und zahlreiche kulturelle Jubiläen und vieles mehr.

Gregor Carl (2014-2019) initiierte den ersten Gündringer Weihnachtsmarkt, die Erweiterung des Spielplatzes, die Einweihung des neuen Sportheims und die Vorbereitung der 1200-Jahr-Feier und vieles mehr.

Ortschaftsrat und Geschäftsstelle unterstützen

Der amtierende Ortsvorsteher Geißler würdigte die Arbeit seiner Vorgänger, die die Geschicke der Gemeinde in Gündringen in den letzten Jahrzehnten geprägt haben. Er betont, dass die Unterstützung durch das Gremium und die Geschäftsstelle für die Arbeit der Ortsvorsteher stets von großer Bedeutung ist.

Jeder dieser Ortsvorsteher hat während seiner Amtszeit zahlreiche Projekte und Initiativen umgesetzt, die Gündringen nachhaltig geprägt haben – von Infrastrukturmaßnahmen über Vereins- und Kulturprojekte bis hin zu bedeutenden Dorfentwicklungen. Die hier aufgeführten Punkte seien nur ein Ausschnitt ihrer umfangreichen Verdienste.