Haustürgeschäfte sind ein Thema, mit dem die Polizei bestens vertraut ist (Symbolbild). Foto: edbockstock - stock.adobe.com

Aktuell sind offenbar Betrüger, die sich als Mitarbeiter von Telekommunikations- oder Glasfaserunternehmen ausgeben, an Haustüren unterwegs. Die Polizei hat Tipps parat.

Betrügerische Haustürgeschäfte gehören für die Polizei schon fast zum kriminalistischen Alltag. In diesen Tagen war offenbar der südliche Landkreis Calw und Teile des Kreises Böblingen Schauplatz von solchen Vorkommnissen.

 

Im Raum Sulz am Eck, Rohrdorf und Jettingen machten am Freitag Meldungen die Runde, dass falsche Mitarbeiter von Glasfaserunternehmen oder von Vodafone an Haustüren klingeln und ihre betrügerische Masche abziehen wollten.

Beim Polizeipräsidium Pforzheim weiß man an diesem Tag noch nichts von solchen Vorgängen. Dort sind hingegen ähnliche Meldungen aus dem Raum Ebhausen eingegangen. Allerdings sei es dort nicht zu Straftaten gekommen, meldet Benjamin Koch von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Pforzheim. Deswegen sei die Polizei dort auch nicht tätig geworden.

Doch Koch und seine Kollegen kennen natürlich das Phänomen der betrügerischen Haustürgeschäfte gut und haben für mögliche Opfer einen ganzen Katalog an Hilfsmaßnahmen und Tipps auf Lager. Der einfachste Tipp von Benjamin Koch: „Einfach mal das Telefon zur Hand nehmen und beim Unternehmen nachfragen, ob Mitarbeiter aktuell unterwegs sind.“

Polizei hat eine ganze Reihe von hilfreichen Tipps auf Lager

Doch damit ist die Reihe der Ratschläge noch lange nicht am Ende. So rät das Polizeipräsidium Pforzheim unter anderem:

– Schauen Sie sich unbekannte Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.

– Seien Sie vorsichtig bei Fremden: Lassen Sie Fremde nur in die Wohnung, wenn Sie sich sicher sind, um wen und welches Anliegen es sich handelt (Firmenausweis, Ausweis oder Gewerbeschein zeigen lassen, Rückruf beim Auftraggeber/Unternehmen etc.). Im Zweifel bestellen Sie diese unbekannte Person zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

– Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie im Bedarfsfall um Hilfe.

– Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.

– Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.

– Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.

– Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.

– Generell gilt: Suchen Sie für einen Rückruf bei Auftraggeber/Unternehmen/Behörde immer selbst die Telefonnummer heraus und wählen Sie die Nummer selbst.