Die Firma Saier mit Sitz in Peterzell kann die geplante Verbindungsstraße zwischen ihren beiden Betriebsgebäuden bauen. Dafür wird die Kreisstraße verlegt. Bei vier Gegenstimmen nickte der Alpirsbacher Gemeinderat das Vorhaben ab.
Wie Stadtbaumeister Rudolf Müller in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Alpirsbach darlegte, hat die Firma Saier eine Verbindung zwischen den beiden Betriebsgebäuden in der Reutiner Straße in Peterzell geplant.
Mit dieser Thematik hatte sich der Gemeinderat bereits im März 2023 beschäftigt. Das Vorhaben hat es in sich, da dafür eine Verlegung der Kreisstraße erforderlich ist. Der Landkreis hat der Verlegung zugestimmt, will sich aber an den Kosten nicht beteiligen. Wie Müller ausführte, übernimmt der Landkreis jedoch die Folgekosten für die deutlich längere Kreisstraße.
Zudem wird das Gelände, auf dem die alte Kreisstraße liegt, vom Kreis an die Stadt Alpirsbach übertragen, die es an Saier verkaufen wird. Für Fußgänger und Fahrradfahrer wird eine Unterführung gebaut.
Alpirsbach trägt 50 Prozent der Kosten
An der neuen Kreisstraße entsteht zudem auf Höhe der Firma ARP eine Bushaltestelle mit überdachtem Wartebereich. In Sachen Kostenbeteiligung führte Müller aus, dass mit der Firma Saier vereinbart wurde, dass sie als Auftraggeber für die Baumaßnahmen auftritt. Das Unternehmen, so Müller, habe eine bessere Verhandlungsbasis als die Stadt.
Saier übernimmt die Vorfinanzierung der Baukosten in Höhe von 950 000 Euro. Die Stadt wird sich in zwei Raten in Höhe von jeweils 237 500 Euro an den Kosten beteiligen. Die erste Rate wird bereits in diesem Jahr fällig, die zweite im kommenden. Dies entspricht einer Beteiligung von 50 Prozent. Weiter führte Müller aus, dass es sich dabei um eine Fixsumme handelt, die nicht an möglicherweise steigende Baukosten angepasst werde.
Verwaltung sieht Zuschuss als Maßnahme zur Standortsicherung
Für die Verwaltung dient die Kostenbeteiligung der Standortsicherung. Die Firma sei einer der wichtigsten Betriebe der Stadt und mit der größte Gewerbesteuerzahler, hieß es.
Allerdings gab es bei der anschließenden Diskussion zahlreiche Bedenken. So wandte sich Gerhard Walter (UBL) für seine Fraktion gegen den städtischen Zuschuss. Zumal, so Walter, die Stadt sonstige Erschließungsmaßnahmen nur in der Größenordnung von zehn Prozent bezuschusse. Deshalb könne er nicht zustimmen. Dazu führte Amtsverwalter Norbert Beck aus, dass dies nichts mit Erschließungsbeiträgen zu tun habe.
Stadt kann an Entscheid gemessen werden
Für den Ortsvorsteher von Peterzell, Rolf Knöpfle (UBL), kann die Stadt bei zukünftigen Entscheidungen an diesem Entschluss gemessen werden. Er stellte den Antrag auf namentliche Abstimmung. Sechs Räte schlossen sich seinem Antrag an, zehn votierten dagegen. Für die neue Verbindungsstraße gab es dagegen bei vier Gegenstimmen grünes Licht.