Eine Schranke versperrt die Verbindungsstraße zwischen den Albstädter Wohngebieten Bol und Langenwand. Immer wieder wurden diese zerstört. Nun wurde Abhilfe geschaffen.
Immer wieder ein Ärgernis waren in der Vergangenheit demolierte Schranken an der Verbindungsstraße zwischen dem Albstädter Wohngebiet Langenwand in Tailfingen und dem Wohngebiet Bol in Truchtelfingen. Bei der vorherigen Anfrage unserer Redaktion im Frühjahr 2023 schloss die Stadtverwaltung damals einen Unfall für die Zerstörung aus, weshalb Vandalismus als Ursache nahelag. Die für Begegnungsverkehr ohnehin zu enge Straße – sie ist durchschnittlich 3,5 Meter breit – ist seit ihrem Bau dem öffentlichen Personennah- und Radverkehr sowie Feuerwehr und Rettungsdienst vorbehalten.
Bis Dezember vergangenen Jahres kam es – wie Anlieger melden – immer wieder vor, dass dennoch Autofahrer die Straße als Abkürzung nutzten. Schließlich war die Beschrankung für einen längeren Zeitraum nicht intakt. Dem hat die Stadtverwaltung aber einen Riegel vorgeschoben. Denn: Seit Jahresende verhindert ein deutlich massiveres Modell an Schranke die Durchfahrt. Es wirkt für den Laien nahezu unmöglich, diese Schranke ohne schweres Gerät zu zerstören.
Schranke auf Langenwand könnte umfahren werden
Auf der Seite aus Richtung Wohngebiet Langenwand wurde allerdings auf die Installation einer weiteren Absperrung verzichtet. Dort weisen nun lediglich zwei Hinweisschilder auf die bevorstehende Sperrung hin, die in rund 800 Metern folgt. Warum? Dort sei die Installation einer wirkungsvollen Schranke schwierig, da sie auf verschiedene Arten umfahren werden könne, antwortet Mona Lehmann, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, unserer Redaktion. Unter anderem über Wiesen und andere Feldwege sei dies möglich. Insbesondere die parallel verlaufende asphaltierte Zufahrt zu einem Versorgungsgebäude bietet sich an.
Dass in der Vergangenheit immer wieder unberechtigte Autofahrer die Straße genutzt haben, sei bei der Stadt indes nicht bekannt: „Wir haben aber keine Kenntnis, wie die Frequentierung durch ‚unzulässige Autofahrer‘ dort ist“, schreibt Mona Lehmann. Stichprobenartige Kontrollen im Rahmen der personellen Möglichkeiten würden aber abgehalten.
Neue Schranke reagiert empfindlich auf Nässe
Mit der neuen Schranke sollte „Falschfahrern“ das Handwerk gelegt sein. Dies sei aber nur bedingt der Fall. Denn: Anlieger schildern gegenüber unserer Redaktion, dass die Schranke, besonders kurz nach der Installation, regelmäßig geöffnet gewesen sei. Vereinzelt komme dies immer noch vor. Dies bestätigt auch Mona Lehmann: „Kurz nach der Installation kam es tatsächlich zu solchen Fällen, da die Technik bei Nässe empfindlich reagiert hat.“ Dieses Problem sei laut Verwaltung aber zwischenzeitlich behoben.
Auffällig für Spaziergänger, von welchen die Straße gerne genutzt wird, war im Winter zudem, dass orange-schwarze Leitpfosten für den Winterdienst entlang der gesamten Straße aus dem Boden gerissen und im Feld nebenan - teils auch zerstört - entsorgt wurden. Dass dies in Zusammenhang mit der Installation der massiven Schranke stehe, davon geht die Stadtverwaltung nicht aus. Aber Mona Lehmann betont auch: „Ja – die Problematik mit den Schneestangen können wir so bestätigen.“ Ungewöhnlich ist die Häufung solch zerstörerischer Vorfälle in diesem Bereich dennoch.