Die Stadt Wildberg hatte 86 Mitarbeiter und Helfer aufgeboten, um einen reibungslosen Ablauf der Landtagswahl zu gewährleisten. Foto: Matthias Buchner

Bei den Landtagswahlen lieferten sich Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) ein Fotofinish. Das sähe anders aus, wenn nur die Wildberger etwas zu sagen hätten.

In der Schäferlaufstadt ist die CDU klarer Wahlsieger. Wahlkreiskandidat Carl Christian Hirsch vereinte dort 39,4 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Auch seine Partei konnte gegenüber 2021 zulegen – von damals 32,2 Prozent auf jetzt 35,0.

 

Zweitstärkste Partei im Wildberger Gesamtstadtgebiet wäre die AfD, die ihr Ergebnis seit der vorangegangenen Landtagswahl fast verdoppeln konnte. Standen 2021 noch 12,1 Prozent für die Rechtsaußen-Partei zu Buche, sind es dieses Mal 23,6 Prozent der Erststimmen für den Kandidaten Miguel Klauß und 23,1 Prozent der Zweitstimmen für die Partei.

Erst auf Platz 3 folgen die Grünen, die am Sonntagabend bis Redaktionsschluss auf Landesebene wie der knappe Wahlsieger aussahen. Gegenüber ihrem Ergebnis von 2021 (26,7 Prozent) büßte die Umweltpartei in der Schäferlaufstadt 3,7 Prozentpunkte ein und kann nun noch 23,0 Prozent vorweisen. Kandidat Fynn Rubehn brachte es auf 16,6 Prozent.

Koordinatorin Sabrina Mayer sortierte Briefwahl-Umschläge vor. Foto: Matthias Buchner

Die SPD bewältigte in Wildberg und Teilorten gerade so die Fünf-Prozent-Hürde (5,2) und büßte damit gegenüber 2021 noch einmal fast zwei Prozentpunkte ein. Besser stand da die Wahlkreiskandidatin Daniela Steinrode da, die immerhin 10,2 Prozent der Wähler von sich überzeugen konnte.

Während der Kandidat der FDP, Johannes Feldmann, die Fünf-Prozent-Barriere in Wildberg gemeistert hätte (5,3 Prozent), musste sich seine Partei dem Landestrend folgend mit 4,4 Prozent begnügen. Die Linke kam nicht über 2,3 Prozent hinaus, ihr Kandidat Thomas Hanser brachte es auf 3,0.

Wahlbeteiligung bei 73,9 Prozent

Dass die Landtagswahl die Menschen in Wildberg bewegt hat, zeigt sich an der gegenüber 2021 deutlich verbesserten Wahlbeteiligung. Suchten vor fünf Jahren noch 66,9 Prozent ein Wahllokal auf oder votierten per Briefwahl, gaben in diesem Jahr 73, 9 Prozent. 7607 Wildberger und Wildbergerinnen – drunter 382 Erstwähler – waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, 5618 machten davon Gebrauch. 56 Stimmzettel mussten aussortiert werden, weil sie ungültig waren.

Die Stadt Wildberg hatte am Sonntag 86 Mitarbeiter und Helfer aufgeboten, um einen reibungslosen Ablauf der Wahl zu gewährleisten.