„Mehr Sparen geht nicht mehr“, machte Bauamtsleiter Axel Lais in Sachen Schönauer Verbandswerkhof mehr als deutlich.
„Geht es noch günstiger?“ – dies war die dominierende Frage in Sachen Verbandswerkhof und ihre Beantwortung nahm auch den größten Raum in der Sitzung des Gemeinderats am Montag ein. Nicht ganz leicht hatten es die Räte Alexander Knobel gemacht, der als Stellvertreter Bürgermeister Peter Schelshorn vertrat. Bevor sie über den Bauantrag zum Neubau des Verbandswerkhofs beschließen sollten, wollten sie den Punkt zur finalen Abstimmung über die Gestaltung vorziehen. Die Verwaltung war in der Sitzung am 20. April beauftragt worden, denkbare Einsparmöglichkeiten mit dem Planer zu besprechen und präsentierte nun das Ergebnis. Allen voran betonte Björn Büchele (SPD), dass zu wenige Einsparungen vorgenommen worden seien.
„Ende der Fahnenstange“
Dabei hatte Bauamtsleiter Axel Lais deutlich gemacht, dass man unterm Strich nur 4500 Euro „wegsparen“ könne, und: „Vor den Ausschreibungen ist alles Kaffeesatzleserei.“ Er betonte: „Wir sehen wirklich keine Möglichkeit mehr, noch mehr weg zu sparen“. Nach mehreren Runden der Spar-Diskussionen sei jetzt „Ende der Fahnenstange“. Rechnungsamtsleiterin Yvonne Wagner machte auch nochmals auf die Dringlichkeit aufmerksam. Denn: Werde mit dem Bau des Werkhofs nicht bis Ende des Jahres begonnen, fallen auch die Mittel aus dem Ausgleichstock weg, machte sie klar. „Der Architekt, muss jetzt wissen, was er nehmen muss“, ergänzte Lais.
Diskussion über Fassade
Und dennoch folgte eine über 30-minütige Diskussion über die Kosten der möglichen Fassaden. So wurde jeweils mit Pattsituation die günstigste sowie eine weitere Variante abgelehnt und so manche wollten die angegebenen Lebensdauern der Fassaden nicht glauben. Gerade hatte Knobel den Punkt vertagt, hatte man dann doch noch über die offene Lärchenschalung für 78.309 Euro abgestimmt und ihr die Zustimmung erteilt. Dies sei auch der Favorit des Werkhofs, hatte Lais erklärt. Der Zusatz, dass geprüft werden sollte, ob Sichtbeton günstiger sei, wurde hinzugefügt.
Bauantrag zugestimmt
Dann ging es erneut um die Einsparungen – hierzu akzeptierten dann alle Räte die vorgelegte Kostenschätzung und beauftragten die Verwaltung, zu versuchen, das Schleppdach für 12.000 Euro zu verkaufen. Auch dem Betrieb einer PV-Anlage wurde einstimmig zugestimmt. Daraufhin wurde auch der Bauantrag für den Neubau mit Teilrückbau des Bestands einstimmig auf den Weg gebracht. „Wir hatten eben auf was Großes gehofft“, sagte abschließend Katharina Hackner (Freie Wähler) in Bezug auf die Einsparungen. „Doch wir haben nichts Großes“, musste Lais sie enttäuschen.