Kann Holzhausen die drei Punkte einfahren oder hält Neckarsulm – hier Malte Moos (links) gegen Kevin Müller – die Maier-Elf auf Distanz? Foto: Eibner-Pressefoto/Bernd Leitner

Wenn die beste Offensive, FC Holzhausen, auf die beste Defensive, Türkspor Neckarsulm, trifft, wird es meistens ein leidenschaftliches Duell– vor allem, wenn es zeitgleich das Topspiel der Verbandsliga ist.

Türkspor Neckarsulm – FC Holzhausen (Samstag, 15 Uhr). Topspiel in der Verbandsliga! Der FC Holzhausen (46 Punkte) gastiert am Samstag beim um zwei Punkte reicheren Türkspor Neckarsulm. Der 20. Spieltag wird für beide Teams ein wichtiger: Im Falle eines FCH-Sieges, müssen die Neckarsulmer die Spitzenposition hergeben. Sollte es ein Remis oder einen Türkspor-Sieg geben, ändert sich an der Liga-Hirarchie erstmal nichts.

 

Ein Gegner mit 2.Liga-Erfahrung

Trotzdem ist die Begegnung gegen Neckarsulm kein Endspiel. Nach dem Kracherduell wird noch ein Drittel der Saison zu bestreiten sein. Mit einem Blick auf den restlichen Spielplan, hat Neckarsulm aber mehr Druck als Holzhausen. Nach dem Gipfeltreffen muss die Mannschaft von Julian Grupp noch gegen vier weitere Top-Sechs-Teams spielen, während der FCH zwei Duelle weniger gegen die oberen Sechs zu bestreiten hat. Trotzdem muss die Elf von Karsten Maier in jedem Spiel den Fokus oben halten, da die halbe Liga im Abstiegskampf steckt und sicherlich keinem der beiden Titelanwärter etwas zu schenken hat.

Holzhausens 4:2-Hinspielsieg ist aber nichts, woran FCH-Coach Karsten Maier oft zurückdenkt: „Die Hinspiel liegt lange zurück, das interessiert uns nicht mehr. Der Gegner weiß auch, was sie falsch gemacht haben und im Hinspiel war keiner ihrer beiden Top-Stürmer dabei. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe“, meint Maier mit Blick auf den torgefährlichen Neckarsulmer Cristian Gilés Sanchez (sieben Tore in den letzten drei Spielen) und Türkspor-Winterneuzugang Pascal Sohm, welcher mit Dynamo Dresden die 3. Liga gewann und anschließend acht Einsätze in der 2. Bundesliga vorweisen konnte. Zuvor war der 33-Jährige für Waldhof Mannheim aktiv, wobei Maier auch Neckarsulms starke Defensive lobt, welche mit 16 Gegentreffern den derzeitigen Topwert in der Liga stellt: „Der Gegner hat einen sehr guten Torhüter und zwei starke Innenverteidiger, die sind hinten sehr stabil. Eine Saison wird hinten entschieden, ein Spiel vorne.“

FCH im Jahr 2025 noch ohne Gegentor

Aufseiten der Gäste werden mit Sicherheit Oliver Grathwol, Leonis Buzhala, FCH-Kapitän Niklas Schäuffele und der gesperrte Lukas Foelsch fehlen. Außerdem wird es bei Vladan Djermanovic auf eine Knieoperation hinauslaufen. Diesbezüglich wartet Maier noch auf „eine Zweitmeinung“ aber das Knie sehe „nicht gut aus“. Im Gegenzug wird dafür wieder Enrico Huss einsatzbereit sein, welcher zuvor beim 1:0-Sieg über die TSG Tübingen nur auf der Bank saß.

„Derzeit trainieren alle die können, aber es ist sehr schade, wenn auf einmal mehrere Spieler wegfallen. Fußball ist ein stetiges heute und morgen. Viel darf bei uns aber nicht mehr passieren, das ist klar“, so Holzhausens Kommandogeber.

Die Maier-Elf steht seit dem Ende der Winterpause bei einer Torbilanz von 7:0, was für die Vielseitigkeit des Oberliga-Absteigers spricht: „ Bei der Chancenverwertung müssen wir eiskalt bleiben und als Mannschaft top verteidigen. Wir haben das zu unserer Aufgabe gemacht, in der Winterpause hinten stabiler zu stehen. Das hat die Mannschaft in den drei Spielen gut gemacht. Jetzt geht es wieder von vorne los, das ist die Kunst.“