Warum Nedzad Plavci zum Ende seiner Karriere ausgerechnet bei seinem Ex-Club FC 08 Villingen absteigen könnte. Singener kämpfen seit Wochen gegen ein Negativ-Image.
Verbandsliga: FC 08 Villingen II – ESV Südstern Singen (Montag, 14.30 Uhr). Im letzten Heimspiel der Saison hat die Villinger U21 nochmals eine bedeutsame Rolle im Abstiegskampf und könnte das Zünglein an der Waage spielen. 08-Trainer Frederick Bruno ist motiviert: „Wir schenken nichts her, wollen uns mit einem positiven Spiel und einem Punktgewinn verabschieden“, trifft er allerdings auf seinen langjährigen Teamkameraden und Südstern-Kapitän Nedzad Plavci. Der 37-Jährige hört im Sommer auf und möchte sich nur noch auf die Icon-League konzentrieren wo er beim FC One Football spielt.
Der Hintergrund: Zwar sind die Nullachter als Letzter bereits sicher abgestiegen. Doch bei vier Landesliga-Aufsteigern und bis zu zwei Oberliga-Absteigern müssen in jedem Fall noch drei weitere Teams zusammen mit den Villingern in den Fahrstuhl. Seit dem vergangenen Wochenende hat es Aufsteiger SV Niederschopfheim (21 Punkte) ebenfalls erwischt. Und nun sind noch Elzach (23), Südstern (26) sowie Kuppenheim (29) in der Verlosung. Durch das anhängige Sportgerichts-Verfahren aus dem Spielabbruch in Linx erhält Singen eine Wertung gegen sich.
Klare Ausgangslage
Daher ist klar: Verliert Südstern im Friedengrund und Kuppenheim würde in Rielasingen-Arlen beim ESV-Lokalrivalen punkten, muss der Club nach zwei Jahren wieder runter. Zudem spielt Kuppenheim am letzten Spieltag daheim gegen Pfullendorf. Es bleibt abzuwarten, wie die „Schützenhilfe“ der Bodensee-Clubs aussieht.
Viele Spielerwechsel jedes halbe Jahr, ständige Trainer-Rücktritte und Entlassungen brachten dem Verein ohne Jugendarbeit von der A- bis D-Jugend spätestens nach dem Spielabbruch am 2. Mai ein negatives Image in Südbaden und im Bezirk Bodensee ein.