Die DJK Donaueschingen – hier Kapitän Max Schneider (links) gegen den Stadelhofener Aaron Zimmerer – feierte im Tabellenkeller ein Erfolgserlebnis. Foto: Roland Sigwart

Beeindruckende Zahlen des Verbandsliga-Tabellenführers vom Friedengrund. Donaueschinger belohnen sich mit dem ersten Sieg des Jahres.

Auf den Spuren von Bayer 04 Leverkusen wandelt derzeit die U21 des FC 08 Villingen. Die Nullachter sind – wie Leverkusen in der 1. Bundesliga – mit 53 Punkten aus 22 Partien an der Tabellenspitze nicht zu bremsen.

 

Das 1:0 beim Freiburger FC war der fünfte Sieg in Serie. Schon zum fünften Mal in der laufenden Runde gab es ein 1:0. Für Torhüter Lavdrim Amiti und seine Abwehrvorderleute im Kevin Laatsch war es das elfte Zu-Null-Ergebnis (zehn Siege). Villingen stellt die die beste Abwehr der Klasse.

Die späten Tore

Das späte Tor von Matchwinner Vladimir Biller in der letzten Spielminute beim FFC bedeutete für den FC 08 bereits den vierten Siegtreffer zwischen der 84. und 90. Minute. Biller baut zudem die unglaubliche Bilanz von Trainer Daniel Miletic aus.

Der 08-Coach scheint bei den Einwechslungen angesichts seiner Kaderrotation ein goldenes Händchen zu haben: Bereits elf Treffer erzielten sieben verschiedene Spieler der U21, nachdem sie von der Bank aus ins Spiel gekommen waren. Ebenso sorgten sieben Akteure direkt für einen entscheidenden Punktgewinn. Die meisten Jokertore (fünf) steuerte Larsen Naletilic bei.

Personell viele Optionen

Indes musste Daniel Miletic in Freiburg wieder seine Anfangsformation umbauen – aus vielerlei Gründen: Jonas Zimmermann pausierte (angeschlagen). Pascal Staiger (Nasenbeinbruch), Damian Scherer und Noah Kälble fehlten ebenso. Dafür kamen aus dem Oberliga-Kader gleich drei Akteure zum Einsatz: Frederick Bruno, Nico Tadic und Jonas Brändle.

„Bei uns sind diese Wechsel kein Problem. Wir haben einen wirklich starken und breit aufgestellten Kader. Im Training hängen sich alle Spieler voll rein, bieten sich an. Die Spieler, die von der Bank aus kommen, geben direkt Vollgas. Es wundert mich nicht, dass wir in unseren zweiten Halbzeiten bis zum Schluss immer für ein Jokertor gut sind“, sagt ein zufriedener Daniel Miletic.

DJK Donaueschingen

Mit dem überzeugenden 4:1-Erfolg gegen den SV Stadelhofen feierten die abstiegsbedrohten Donaueschinger nicht nur ihren ersten Sieg in 2024, sondern sie belohnten sich endlich ergebnismäßig für ihre guten Leistungen in den vergangenen Spielen. Doch dieser Heimsieg ist nur ein Lichtschimmer in schweren Wochen.

Die DJK kletterte zwar vom vorletzten auf den drittletzten Platz hoch, weist aber immer noch einen Fünf-Punkte-Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz (FV Lörrach-Brombach) auf. Für Coach Benjamin Gallmann war es erst einmal wichtig, „dass die Jungs für ihren Einsatz auch mit dem Sieg den entsprechenden Lohn erhielten. Die Mannschaft hat in allen Bereichen gegen Stadelhofen über die 90 Minuten eine sehr gute Leistung geboten. Sie hat gesehen, was möglich ist. Aber Euphorie ist natürlich nicht angebracht. Vor uns liegt noch ein harter Weg bis zu unseren angepeilten Ziel Klassenerhalt.“

Alles ist noch möglich

In den restlichen zehn Spielen ist für die Donaueschinger – zeigen sie weiterhin diese Leistungen wie zuletzt – noch einiges möglich. Allerdings ist das Gastspiel am Samstag beim Tabellenvorletzten SC Konstanz-Wollmatingen für die DJK das nächste Sechs-Punkte-Spiel. „Diesem Druck wollen und werden wir uns auch stellen“, betont Benjamin Gallmann.