Knifflige Aufgabe in Holzhausen: Mit dem TSV Oberensingen gastiert am Samstag ein Gegner im Panoramastadion, der dem FC Holzhausen dicht auf den Fersen lauert.
FC Holzhausen – TSV Oberensingen (Samstag, 14 Uhr). Aktuell steht der FC Holzhausen in einer wechselhaften Phase, denn auf ein 0:0 gegen den FC Esslingen folgte eine 7:0-Machtdemonstration gegen die TSG Tübingen. Jüngst setzte es für das Team von Daniel Seemann dann aber auch eine 1:2-Niederlage bei den Sportfreunden Dorfmerkingen.
Die Niederlage gegen Dorfmerkingen ist abgehakt
Auch wenn die jüngste Auswärtspleite schmerzte, hat Seemann sie knapp eine Woche später abgehakt und ordnet sie wie folgt ein: „Das Spiel in Dorfmerkingen war eine dieser Partien, die du in einer Saison eben mal hast. Extrem kleiner Kunstrasen, alle sind rumgerutscht – und wenn du dann nicht deinen besten Tag hast, verlierst du so ein Spiel auch mal. Mit der Niederlage kann ich leben.“
Der 33-jährige Cheftrainer ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft am Samstag sowohl mit als auch gegen den Ball wieder bessere Lösungen finden wird. „Ich kenne die Liga noch nicht allzu lange, aber was ich gesehen habe, ist, dass jeder jeden schlagen kann“, sagt FCH-Coach Seemann vor dem nächsten Spiel gegen den TSV Oberensingen. Und tatsächlich: Nach 17 Spieltagen ist kein Verbandsligist ungeschlagen oder uneinholbar enteilt. Die letzten sieben Plätze der Tabelle trennen lediglich sechs Zähler.
Dorfmerkingen ist näher als Reutlingen
Mit dem gleichen Punktepolster thronen aktuell jedoch auch die Young Boys Reutlingen vor Holzhausen an der Tabellenspitze. „Wir müssen auf uns schauen – und dann sehen wir, wer am Ende oben steht“, betont Seemann den Fokus auf die eigene Mannschaft.
Der amtierende Vizemeister bildet derzeit die Brücke zwischen dem Primus und dem Verfolgerfeld, denn hinter Holzhausen (36 Punkte) reihen sich mit dem TSV Berg (33 Punkte), den SF Dorfmerkingen (32 Punkte) und dem TSV Oberensingen drei Teams in Schlagdistanz ein. Zudem treffen mit Holzhausens 13 Gegentoren und den 17 Gegentreffern des TSV Oberensingen die beiden stabilsten Defensivreihen der Liga aufeinander.
Zwei defensive Philosophien treffen aufeinander
Wenig überraschend zeigt sich Abwehrspezialist Seemann vom Stil der Oberensinger angetan: „Von der Disziplin gegen den Ball ist ihr Spiel unserem sehr ähnlich – und das machen sie wirklich richtig gut.“ Eine Ähnlichkeit im Spielstil sei bei beiden Teams klar erkennbar, erklärt Seemann: „Zu Beginn der Saison war der Defensivansatz beider Teams sehr ähnlich, da wir ebenfalls eher im Mittelfeld die Balleroberungen forciert haben. Seit dem Spiel gegen die Young Boys agieren wir etwas offensiver.“
Beim 2:4 gegen Reutlingen kassierte der FCH zum ersten und einzigen mal unter Seemann mehr als drei Gegentore. Dagegen war das Gastspiel am 2. Spieltag in Oberensingen eine klare Angelegenheit: Zwei Tore von FCH-Stürmer Janik Michel und ein Treffer von Henry Seeger besiegelten Seemanns ersten Auswärtssieg als Holzhausens Cheftrainer.