Die Donaueschinger (weiße Trikots) verloren in der Defensive zuletzt schon einmal die Übersicht. Foto: Sigwart

Während die U21 der Nullachter endlich wieder einen Sieg einfährt, läuft es bei der DJK weiter nicht.

Erleichterung bei der U21 des FC 08 Villingen, der nach einer kleinen sportlichen Durststrecke – fünf Spiele ohne Sieg – ein wichtiger 1:0-Heimdreier gegen den SV Bühlertal gelang. Krisenstimmung hingegen beim Verbandsliga-Vorletzten DJK Donaueschingen, der daheim gegen den FC Auggen verlor.

08-Coach freut sich

Villingens Trainer Mustafa Gürbüz nahm den 1:0-Heimsieg gegen Bühlertal mit einer gewissen inneren Genugtuung wahr. "Wir haben ja immer an unsere Jungs geglaubt. In Videoanalysen schauten wir nach jedem Spiel in den vergangenen Wochen, was wir alles verbessern können. Im Training haben unsere Spieler dies Woche für Woche versucht, mit viel Einsatz umzusetzen. Es ist eben dieser Lernprozess, dass gewisse Dinge bei jungen Spielern eine Weile dauern, bis sie sich entwickeln und greifen", stellt Mustafa Gürbüz heraus.

Gebetsmühlenartig mussten er und sein 08-Trainerkollege Daniel Miletic diese Inhalte Woche für Woche fünf Spiele lang wiederholen. Es waren keinesfalls Durchhalteparolen. Vielmehr erkannte das Trainerduo die Talsohle bei seinem Team und baute es wieder auf – mit Ruhe, Geduld, Beharrlichkeit und Optimismus. Lohn und zugleich Sinnbild war der vierte Saisonsieg am Sonntag in vielerlei Hinsicht: Das 1:0 war ein erkämpfter Arbeitssieg. Hinten stand wieder einmal die Null – zum vierten Mal in dieser Runde. Zwischen den Pfosten hatte es bei den Villingern einen Wechsel gegeben: Oberliga-Ersatzkeeper Marcel Bender erhielt Spielpraxis. Wichtig war für die "08-Fohlenelf" allerdings, dass drei Routiniers wieder auf dem Feld standen. In der Abwehr war Tim Zölle nach überstandener Verletzung zurückgekehrt, dazu aus dem Oberliga-Kader Matthias Heiligenstein. In der Offensive agierte wieder Fabio Chiurazzi, der mit dem entscheidenden Tor zum "Mann des Tages" avancierte.

Eine große Aussprache

Eine ganz andere Stimmung herrscht bei der DJK Donaueschingen. Die 0:2-Heimniederlage gegen Auggen war ernüchternd. "Mit so einem Auftritt kann man keine Punkte in der Verbandsliga gewinnen", zeigte sich Coach Tim Heine nach dem Schlusspfiff sehr enttäuscht. Von seiner Generalkritik nimmt Heine drei Spieler heraus: Heiko Reich, Alieu Sarr und Raphael Künstler. "Die drei gehen immer an ihr Limit und versuchen in den Spielen alles. Bei den anderen Spielern erwarte ich in den kommenden Wochen eine Leistungssteigerung." Heine hat eine gewisse Bequemlichkeit bei einigen Spielern ausgemacht: "Uns fehlt ganz klar mit diesem kleinen Kader der interne Konkurrenzdruck, weil sich unsere erste Elf so fast von alleine aufstellt." In dieser Woche wird Tim Heine seinen Kader zu einer großen Aussprache bitten. Das Thema? "Jeder muss sich hundertprozentig einbringen, sonst kommen wir in der Tabelle da unten nicht mehr heraus."