Holzhausens Abwehr rund um Colin Haug (rechts) hat in den vergangenen drei Spielen nur einen Gegentreffer zugelassen. Foto: Andreas Wagner

Der FC Holzhausen reist mit Rückenwind zum VfR Heilbronn, der trotz dem letzten Tabellenrang für Holzhausens Trainer Daniel Seemann „kein typischer Letzter“ ist.

VfR Heilbronn – FC Holzhausen (Samstag, 14.30 Uhr). Für die Mannschaft von Daniel Seemann steht das nächste Auswärtsspiel vor der Tür, denn der FC Holzhausen bekommt es mit dem VfR Heilbronn zu tun. Das Schlusslicht hat aus seinen 13 Ligaspielen lediglich einen Sieg (4:3 gegen den TSV Weilimdorf) geholt – acht Punkte sind deshalb die bescheidene Bilanz des VfR.

 

Fragezeichen hinter Heilbronns Lage

Doch davon will sich Seemann nicht blenden lassen: „Für mich ist Heilbronn kein typischer Tabellenletzter. Wenn ich sehe, wer da spielt und welche individuelle Qualität auf dem Platz ist, wird der Tabellenplatz ihnen meiner Meinung nach nicht gerecht.“ So richtig erklären kann sich Seemann die Situation des VfR trotzdem nicht: „An was es bei ihnen liegt, ist von außen schwer zu beurteilen. Laut Daten haben sie die wenigsten Tore geschossen. Das spricht eher gegen Offensivpower, kann sich allerdings auch jedes Spiel ändern. Deshalb sind wir gespannt, was auf uns dort erwartet.“

Beide Teams haben einen entgegengesetzten Trend: Nach zwei Niederlagen in Folge gewann Holzhausen alle drei seiner jüngsten Spiele. Heilbronn hat im selben Zeitraum zunächst zwei Remis verbucht, ehe es drei Niederlagen in Serie gab. Insbesondere Heilbronns neun Gegentore in diesen drei Pleiten geben den FCH-Anhängern Hoffnung auf mehr Tore, denn der Tabellenzweite hat für seine drei Siege nur vier eigene Treffer benötigt.

„Alle drei Spiele sind gleich zu bewerten. Weilimdorf war nach dem Spiel gegen Young Boys keine leichte Aufgabe, da an dem Tag dann auch noch alles gegen uns gelaufen ist. Fellbach und Rottenburg waren zwei Spiele, die wir zu jeder Zeit im Griff hatten – da haben wir es verpasst, mehr Tore zu machen, um die Spiele zuzumachen“, resümiert Seemann die knappen Siege seiner Mannschaft.

Der Umbruch hält noch an

Dennoch hat der FCH-Coach nicht den Anspruch an sein Team, das Kellerkind an die Wand zu spielen: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir einen großen Umbruch im Sommer hatten, bei dem wir vor allem in der Offensive enorme Qualität verloren haben. Mir war von Anfang an klar, dass wir Zeit brauchen, um uns alle zu finden und uns zu entwickeln.“

Für Seemann – der selbst erst im Sommer als Cheftrainer übernahm – ist klar, dass sein junges Team noch nicht dort ist, wo es sein kann: „Wenn du dann so einen Saisonstart und Pokalspiele hinlegst, ist klar, dass die Erwartungen sehr hoch sind. Aber ich sehe die Jungs jede Woche und weiß, dass wir noch Zeit brauchen, damit die Abläufe und Automatismen richtig greifen. Wir sind auf einem sehr guten Weg und bleiben uns treu.“

Grathwol fehlt, Seeger kehrt wohl zurück

Personell werden die „Seemänner“ anders gewappnet sein als gegen Rottenburg – Oliver Grathwol hat sich nämlich am Montag verletzt und wird nicht dabei sein. Dafür wird Henry Seeger aller Voraussicht nach wieder mit von der Partie sein.