Der WFV hat den Spielplan für die Verbandsliga bekanntgegeben. Unsere Redaktion hat die Teilnehmer unter die Lupe genommen und gibt eine Übersicht zu den 17 Ligarivalen.
Der FC Holzhausen hat ein schmerzhaftes Saisonfinale hinter sich: Obwohl der FCH erstmals im WFV-Pokal-Halbfinale stand, endete die Ligasaison mit einer Niederlage in der Aufstiegsrelegation gegen den Türkischen SV Singen. 72 Punkte waren diesmal nicht genug.
Calcio folgt auf Türkspor
Im Sulzer Stadtteil wird daher künftig immer noch in der Verbandsliga gekickt – diesmal aber nicht gegen den Verbandsliga-Meister Türkspor Neckarsulm, sondern gegen die beiden Oberliga-Absteiger SV Fellbach und Calcio Leinfelden-Echterdingen. Oben mitspielen werden aber nicht nur der amtierende Vizemeister und die beiden Absteiger, sondern sicherlich auch die Sportfreunde Schwäbisch Hall.
Die Young Boys haben im Vorjahr alle überrascht
Nach dem Landesliga-Aufstieg im Jahr 2022 folgten drei Top-Platzierungen in Folge: Vierter, Fünfter und noch mal Fünfter. Es wäre daher eine große Überraschung, wenn die Sportfreunde unten mitspielen würden – zumindest die Sportfreunde aus Schwäbisch Hall.
Bleiben die Young Boys stabil?
Die Sportfreunde Dorfmerkingen haben dagegen den jüngsten Klassenerhalt denkbar knapp geschafft: einen Punkt und eine Platzierung über dem Relegationsplatz. Die Young Boys Reutlingen waren in der Saison 2024/25 die Überraschung schlechthin. Die Aufsteiger fuhren beeindruckende 51 Punkte ein, wodurch am Ende ein sensationeller vierter Tabellenplatz raussprang.
Der TSV Heimerdingen ist dagegen als Schlusslicht direkt zurück in die Landesliga 1 abgestiegen.
Schreiben die Rottenburger ihr Märchen weiter?
Fast hätte es auch den Mitaufsteiger der FC Esslingen erwischt, der sich in einem hochspannenden Abstiegskampf knapp retten konnte. Am Ende hatte der FCE gerade einmal drei Zähler Vorsprung auf die ebenfalls aufgestiegene TSG Balingen II. Nach der 2024/25er-Meisterschaft in der Landesliga 4, befindet sich die TSG II mittlerweile in der Landesliga 3. Den umgekehrten Weg geht der FC Rottenburg. Als Aufsteiger marschierte das Team von Marc Mutschler durch die Landesliga und stieg am Ende sogar mit neun Punkten Vorsprung erneut auf.
Die Überraschungstüte aus Rottenburg
Für die Rottenburger wird der Doppel-Aufstieg aber ein Kraftakt, denn künftig geht es nicht mehr nach Empfingen oder Albstadt, sondern zu den über 100 Kilometer entfernten TSV Berg und VfR Heilbronn.
Auch der TSV Weilimdorf, amtierender Meister der Landesliga 2, wird sich auf ein höheres Reise-Budget einstellen müssen: Neben dem zehn Kilometer entfernten FSV Waiblingen steht auch eine zweieinhalbstündige Anfahrtszeit an den Bodensee bevor.
Der Bodensee grüßt
Der VfB Friedrichshafen hat sich nämlich in der Aufstiegsrunde der Landesligisten durchgesetzt, was insbesondere dem Geldbeutel der Auswärtsfans schmerzen dürfte. Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, die TSG Tübingen und der TSV Oberensingen sind nämlich ebenfalls knapp zwei Fahrtstunden vom Bodensee entfernt.
Der SSV Ehingen-Süd, in den vergangenen beiden Jahren jeweils Tabellensiebter, komplettiert die 17-Team-starke-Liga – im Gegensatz zur Vorsaison mit 16 Clubs.