Um den Kontakt zur Verbandsligaspitze nicht zu verlieren, wird der FC Holzhausen bei der TSG Tübingen punkten müssen – Daniel Seemann will ein mutigeres Spiel als zuvor sehen.
TSG Tübingen – FC Holzhausen (Freitag, 18.30 Uhr). Das Remis zwischen dem FC Holzhausen und dem FC Esslingen war ein kleiner Wermutstropfen für den FCH, denn während Holzhausen nach einer schweren Verletzung eines Gegenspieler samt Helikoptereinsatz nicht über ein 0:0 hinaus kam, baute Tabellenführer Young Boys Reutlingen den Vorsprung auf fünf Zähler aus.
Dieses FCH-Trio trifft auf alte Bekannte
Damit kann sich das Team von Daniel Seemann nicht allzu viele Punktverluste mehr erlauben, denn das Auswärtsspiel in Tübingen markiert den Abschluss der Hinrunde. Für einige Spieler wird die Reise nach Tübingen ein Wiedersehen mit alten Bekannten, denn im Sommer wechselten mit Tim Steinhilber, Julio Leitao Gourgel und Alexander Harachasch gleich drei Akteure von der Unistadt in den Sulzer Teilort.
Seemann sieht darin einen klaren Ansporn für die einzelnen Spieler: „Es ist immer etwas Schönes, gegen seinen Ex-Club zu spielen, und es gibt einem noch einmal extra Motivation.“ Seemann selbst freut sich übrigens ebenfalls auf einen ehemaligen Mitspieler – mit Tom Schiffel hat er drei Jahre lang zusammen beim SSV Reutlingen gespielt: „Tom und ich hatten eine sehr schöne Zeit und haben uns sehr gut verstanden – ich freue mich auf ihn.“
Die Tübinger Spielideeimponiert Seemann
Den Gegner rund um Trainer Michael Frick schätzt Seemann als spielstark und kreativ ein: „Ich finde, Tübingen ist von der Spielanlage mit dem Ball eine der besten Mannschaften in der Verbandsliga. Sie spielen oft den besseren Fußball als ihre Gegner. Was Michael Frick dort immer wieder schafft, finde ich beeindruckend.“ Zwar fehlt es Tübingen laut Seemann „immer mal wieder an Erfahrung und Durchschlagskraft“, aber die Tübinger Spielidee imponiert Holzhausens Coach sehr. Insbesondere Tübingens 0:4 gegen den TSV Berg ist aus Seemanns Sicht kein Indikator für die Qualität der Unistädter: „Gegen Berg waren sie spielbestimmend, allerdings haben sie die Tore nicht gemacht und Berg hat eiskalt zugeschlagen.“
Tübingen überzeugt im Spiel mit dem Ball
Von seinem eigenen Team erwartet der 33-Jährige ein mutigeres Spiel als gegen Esslingen: „Im letzten Drittel müssen wir noch mutiger sein, und wir müssen zu mehr Torabschlüssen kommen.“
Nicht auf dem Feld stehen wird weiterhin Tim Zölle. Der 26-jährige Innenverteidiger kam im Sommer vom FC 08 Villingen und verletzte sich im August an der Kniescheibe. „Tim Zölle macht gute Fortschritte in seiner Reha. Er ist voll im Plan, und wir hoffen, dass er im neuen Jahr so schnell es geht zu uns stößt“, resümiert Seemann den bitteren Ausfall seines Defensivmannes.