Gleich zweimal binnen kürzerer Zeit gab es im „Kronesaal“ im Oberndorfer Teilort Bochingen Schäden durch Wasser. (Archivfoto) Foto: Cools

Ausgerechnet zur Fasnet gab es im „Krone“-Gebäude in Bochingen einen Wasserschaden – dabei liegt der letzte gar nicht lange zurück. Was bedeutet das für das Gebäude?

Das Timing hätte kaum schlechter sein können: Einer der Haupt-Veranstaltungsorte in Bochingen, der „Kronesaal“, war während der Fasnet aufgrund eines Wasserschadens lahmgelegt. Prekär: Nicht einmal ein halbes Jahr zuvor hatte die Stadt Oberndorf bereits in Maßnahmen zur Abdichtung des Gebäudes investiert. Wie ist die aktuelle Lage? Hängen die Schadensereignisse zusammen? Und wie ist man gegen künftige gewappnet? Wir fragen bei der Stadt nach.

 

Der erste Wassereintritt hatte den „Kronesaal“-Keller betroffen. Die Durchfeuchtung verlief dabei teilweise über die gesamte Wandhöhe bis zu den Stahl-Deckenträgern. Mit verheerenden Folgen: Die Holzbalkendecke hatte bereits durchgehangen, Balken waren von Fäulnis betroffen, und Stahlträger hatten starke Korrosion aufgewiesen: Die tragende Konstruktion war bereits beeinträchtigt.

In der Folge wurden umfangreiche bauliche Maßnahmen vorgenommen. Der Keller wurden abgedichtet und die statische Konstruktion ergänzt, um die Standsicherheit des Gebäudes langfristig zu sichern.

Kein Zusammenhang zwischen den Ereignissen

Der Wasserschaden im vergangenen Februar hatte nun die Küchenbereiche betroffen, sich dabei aber über alle Stockwerke hinweg gezogen.

„Nach aktuellem Kenntnisstand steht dieses Ereignis nicht im Zusammenhang mit einem früheren Schadensfall, der bereits vor einiger Zeit im Gebäude aufgetreten war“, teilt uns die städtische Pressesprecherin Jasmin Rapp diesbezüglich mit.

Ausmaß des Schadens noch unklar

Die Ursache des jüngsten Schadens habe zwischenzeitlich festgestellt werden können. „Auslöser war ein offenes Ventil im Gebäude, durch das Wasser austrat. Der betroffene Bereich wurde umgehend überprüft und erste Maßnahmen eingeleitet.“ Die endgültige Höhe des entstandenen Schadens könne aktuell noch nicht beziffert werden, meinte sie. In der letzten März-Woche liefen die Trocknungsarbeiten noch.

Im Zuge der Schadensbearbeitung habe man die Sanitärinstallation im gesamten Gebäude überprüft und bei Bedarf auch gleich erneuert. „Nach derzeitiger Einschätzung fällt das Schadensausmaß voraussichtlich geringer aus als zunächst angenommen“, hat Rapp eine gute Nachricht.

Der laufende Betrieb des „Kronesaal“ habe trotz des Vorfalls aufrechterhalten werden können. So sei es nicht zu Absagen oder Verschiebungen von Veranstaltungen gekommen. Weitere Sanierungsmaßnahmen über den regulären Gebäudeunterhalt hinaus sind derzeit nicht vorgesehen.