„Eine Reise ins Hechinger Mittelalter“ mit den originalgetreu kostümierten Mittelalterfreunden darf nicht fehlen. Foto: Stadt Hechingen

Sie locken Interessierte aus der ganzen Region in die Zollernstadt: die Hechinger Stadtführungen.

Die Saison der beliebten öffentlichen Stadtführungen in Hechingen ist angelaufen. Am vergangenen Sonntag führte der frühere Hechinger Polizeichef Wolfgang Heller eine Gruppe durch das Landgericht, das Polizeirevier und die Justizvollzugsanstalt – ein Klassiker unter den Führungen, der entsprechend früh ausgebucht war.

 

Ab sofort sind wieder Besucherinnen und Besucher regelmäßig eingeladen, die facettenreiche Geschichte der Zollernstadt gemeinsam mit erfahrenen Stadtführern zu entdecken – und das insgesamt 27 Mal bis einschließlich November, veranstaltet vom Sachgebiet Tourismus und Kultur der Stadt Hechingen.

Geschichte mit erfahrenen Stadtführern entdecken

„Spannende Anekdoten, historische Hintergründe und besondere Einblicke machen jede Führung zu einem besonderen Erlebnis“, heißt es in der Ankündigung. „Hechingen zeigt sich dabei von seiner vielfältigen Seite und lädt zu einer ebenso informativen wie unterhaltsamen Entdeckungsreise ein.“

Nach dem Auftakt im Justizviertel folgt am morgigen Sonntag, 8. März, ein weiterer Höhepunkt: die Stadtführung „Drei Gotteshäuser in der Hechinger Oberstadt“.

Synagoge, die Stiftskirche St. Jakobus und Johanneskirche

Leobert Fäßler stellt ab 15 Uhr die Alte Synagoge, die katholische Stiftskirche St. Jakobus sowie die evangelische Johanneskirche vor, die alle nah beieinanderliegen und im Innern besichtigt und erläutert werden. Im weiteren Jahreslauf werden Stadtführungs-Klassiker wie „It’s Crime Time – Besondere Kriminalfälle in Hechingen“ oder „Eine Reise ins Hechinger Mittelalter“ mit den original kostümierten Mittelalterfreunden angeboten.

Neben Führungen durch die Ober- und Unterstadt stehen Besichtigungen der St.-Luzen-Kirche und des jüdischen Friedhofs auf dem Programm. In besonderer Weise durch die Gassen der Stadt geht es mal mit dem Nachtwächter, mal mit der Bäuerin Anna, oder unter dem Motto „Süßer Stadtspaziergang auf den Spuren Preußens“ – leckere „Versucherle“ inklusive.

Auch weniger Berühmte kommen in Führungen vor

Berühmten und weniger berühmten Hechingern und Hechingerinnen sind mehrere Führungen gewidmet: Der jüdischen Hoffaktorin Madame Kaulla und der Fürstin Eugenie von Hohenzollern-Hechingen, deren Heirat mit Erbprinz Friedrich Wilhelm Constantin sich 2026 zum 200. Male jährt. Führungen gelten zudem den Adeligen („Blaues Blut“), den Liebenden („Liebesgeschichten aus Hechingen“) und den „Hechingern, die die Welt verändert haben“.

Am 3. Juni 1826 sahen die Hechinger erstmals ihre spätere Fürstin Eugenie. Foto: Hohenzollerisches Landesmuseum

Neben der Hochzeit des Erbprinzenpaares wird ein weiteres historisches Jubiläum thematisiert: Die 1576, also vor 450 Jahren, durchgeführte „Hohenzollerische Erbteilung“ in die Linien Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Haigerloch.

Weiteres historisches Jubiläum thematisiert

Die Führungen sind keineswegs auf das bebaute Hechinger Stadtgebiet beschränkt: Ein naturkundlicher Spaziergang führt in die Beurener Heide, erkundet wird das abgegangene Niederhechingen mit seiner Martinskirche und, gleich daneben, am Martinsberg, wird die Geschichte der Hechinger Seidenraupenzucht erzählt.

Einen Überblick über alle Stadtführungen der Saison bietet ein Flyer, der in den Verwaltungsgebäuden und Einrichtungen der Stadt Hechingen ausliegt. Zudem ist er auf der Internetseite www.hechingen-tourismus.de (> Service > Prospekte) als PDF-Datei abrufbar.