Ausstellungen in Bad Liebenzell und Calw greifen Geschichten gelungener Integration auf.
Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens lädt die Erlacher Höhe im Landkreis Calw unter dem Titel „An(ge)kommen im Nordschwarzwald“ zu zwei besonderen Ausstellungen ein.
Blick in die Lebenswelt geflüchteter Menschen
Die großformatigen Fotoschauen in Bad Liebenzell und Calw geben Einblicke in die Lebenswege geflüchteter Menschen, die in der Region eine neue Heimat gefunden haben.
Ab 17. November in Bad Liebenzell
Die erste Ausstellung wird am Montag, 17. November, um 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek Bad Liebenzell eröffnet. Zur Eröffnung sprechen Tobias Haußmann, Sozialdezernent des Landkreises Calw, und seine Mitarbeiterin Dajana Mikulic,heißt es in der Pressemitteilung. Die Ausstellung ist dort bis 5. Dezember während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.
Ab 9. Dezember in Calw
Eine zweite Ausstellung folgt in Calw: Am Dienstag, 9. Dezember, um 18.30 Uhr wird sie in der Kultur-Apotheke Calw eröffnet. Der Textcoach Günther Frosch wird per Zoom zugeschaltet und erläutert die Entstehung der Texte, die die Porträts begleiten. Diese Ausstellung ist bis 21. Dezember zu sehen.
Seit 1985 ist die Erlacher Höhe im Landkreis Calw für Menschen in sozialen Notlagen aktiv. Seit 2015 unterstützt der diakonische Einrichtungsverbund geflüchtete Menschen in vielfältigen Projekten und begleitet unbegleitete minderjährige Geflüchtete auf ihrem Weg in Schule, Ausbildung und Arbeit. Viele dieser Menschen haben inzwischen im Nordschwarzwald eine neue Heimat gefunden.
Im Projekt „An(ge)kommen im Nordschwarzwald“ wurden geflüchtete Menschen aus der Jugendhilfe sowie aus verschiedenen ESF Plus-Projekten porträtiert, – also Programmen, die vom Europäischen Sozialfonds Plus gefördert werden, um soziale Teilhabe, Bildung und Integration in Arbeit zu unterstützen.
Teilnehmende verfassen eigene Texte
Die Teilnehmenden verfassten ihre eigenen Texte zu den Porträts, begleitet wurden sie dabei von einem professionellen Textcoach. Entstanden sind authentische Momentaufnahmen aus dem Alltag: am Arbeitsplatz, in der Ausbildung, in Projekten oder Jugendwohngemeinschaften.
„Die Ausstellung zeigt, Integration lebt von Begegnung, gegenseitigem Respekt und gemeinsamer Gestaltung unserer Gesellschaft“, sagt Andreas Reichstein, Leiter der Abteilung Calw-Nagold der Erlacher Höhe. „Ziel des Projekts ist es, geflüchtete Menschen in den Mittelpunkt zu stellen: für das, was sie erreicht haben, und dafür, wie sie unsere Gesellschaft bereichern.“
Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat, sowie zudem kofinanziert durch den Landkreis Calw.