Das Puppen- und Märchenfestival in Verbindung mit dem Kunsthandwerkermarkt in Königsfeld wurde laut Kurgeschäftsführerin sehr gut angenommen. Trotzdem ist die Zukunft ungewiss.
Verschiedene, den kulturellen Bereich betreffende Haushaltsposten und das Puppen- und Märchenfestival waren Thema im Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales des Gemeinderats. Fragezeichen stehen hinter der Fortführung des Kunsthandwerkermarktes.
Das Puppen- und Märchenfestival in Verbindung mit dem Kunsthandwerkermarkt wurde laut Kurgeschäftsführerin sehr gut angenommen. Allerdings fielen für die Kommune Kosten von 2500 Euro an, die auch kaum reduzierbar sind. Das Festival passe sehr gut zu Königsfeld, so Bürgermeister Fritz Link.
Zwar ist die Fortführung gewünscht, der Handels- und Gewerbeverein (HGV) will den Markt aber nur noch unterstützen, nicht mehr als Betreiber auftreten.
Externer Veranstalter nötig
Die Gemeinde könne neben dem Naturparkmarkt nicht zusätzlich den Kunsthandwerkermarkt organisieren, so Link. Dessen Fortbestehen hänge davon ab, einen externen Veranstalter zu finden. Die Organisation sei ein enormer Aufwand, auch weil beim Übergang vom Parkcafé auf den HGV keine Markthändlerdaten zur Verfügung gestellt worden seien.
Jens Hagen lobte die „sehr gute Veranstaltung“ und erklärte, dass der Förderverein des FC Königsfeld schon mit dem Weihnachtsmarkt vollauf beschäftigt sei und deshalb kein Interesse an der Organisation des Kunsthandwerkermarkts habe. Alle seien gefordert, sich Gedanken über eine mögliche Fortführung zu machen, so Birgit Helms. Eine Idee war die Kooperation mit den neuen Pächtern des Parkcafés.
Defizit der Kurbetriebe
In Sachen Haushalt berichtete Link von einem Defizit der Kurbetriebe von 431 000 Euro, wobei die Gemeinde 329 000 Euro ausgleicht. Das Budget für die ab 2026 einzuführende Ganztagsbetreuung an der Grundschule im Kernort steigt von 26 000 Euro auf 51 000 Euro. Eventuelle Elternbeiträge seien noch nicht kalkuliert, da der Landeszuschuss von 68 Prozent für 2026 erst im Folgejahr komme, so Link auf Nachfrage von Uwe Götz. Ob und wie viel der restlichen 32 Prozent man von Eltern verlangen wolle sei eine politische Entscheidung.
Eine Änderung betraf die Trägervereinbarung für das Albert-Schweitzer-Haus mit einem jährlichen Defizit um 30 000 Euro. Davon trug der Historische Verein bisher 50 Prozent, kann den Betrag aber wegen gesunkener Besucherzahlen nicht mehr voll aufbringen. Deshalb wird die hälftige Beteiligung laut Vertrag nur noch angestrebt.
Gewerbeverein reduziert Beitrag
Zudem kündigte der HGV zum Ende 2025 seine Beteiligung mit 600 Euro pro Jahr auf, erklärte sich nach Gesprächen nur noch bereit, nach Möglichkeit jährlich 300 Euro beizutragen. Eine Bedingung dafür war, dass die Gemeinde ihn samt der weiteren Beteiligten in einer Anzeige erwähnt. Das tue man sowieso, wobei auch die Zinzendorfschulen erwähnt seien, die die wöchentliche Reinigung übernehmen, sowie die Brüdergemeine, die jährlich 2000 Euro beisteuert, so Link.
Die präsentierte bildliche Darstellung hatte für Jens Hagen aber angesichts des „Minimalbetrags“ des HGV „ein Geschmäckle“, zumal der Anteil der Gemeinde in 2026 bei 16 200 Euro liegt.