Sehr gut besucht ist der Neujahrsempfang der Seelsorgeeinheit St. Georgen/Tennenbronn. Foto: Jochen Schultheiß

Ab 2026 gibt es große Veränderungen, wie beim Neujahrsempfang der katholischen Seelsorgeeinheit St. Georgen/Tennenbronn erläutert wurde.

Der aktuelle Sachstand der Sanierung des Turmes der St. Georgskirche in St. Georgen und die anstehenden Veränderungen im Hinblick auf die Bildung der neuen Großpfarreien ab 2026 standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der katholischen Seelsorgeeinheit St. Georgen/Tennenbronn.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten sich viele auf den Weg in die Unterkirche gemacht. Dort informierte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Thomas Eisele, über den aktuellen Sachstand der Kirchturmsanierung. „Wiederholte Bauverzögerungen, Kostensteigerungen, Materiallieferschwierigkeiten, widrige Witterungsverhältnisse – alles das hat unsere Geduld stark auf die Probe gestellt“, führte er aus und wollte sich auch auf keinen konkreten Termin zur Fertigstellung des Bauvorhabens festlegen.

Stahlplatten sind geliefert

„Es fehlt lediglich noch die Montage der vorgehängten Fassade. Die erforderlichen Stahlplatten sind inzwischen geliefert“, zeigte er sich zuversichtlich, das Projekt in den nächsten Wochen abschließen zu können.

Sehr zufrieden zeigte sich Eisele mit den für die Turmsanierung bereits eingegangenen Spenden in Höhe von rund 60 000 Euro. „Auch wenn die Summe gegenüber den enormen Kosten von insgesamt über 900 000 Euro gering erscheint, sind es neben den größeren Spenden vor allem auch die vielen und kontinuierlichen kleineren Beiträge, die uns helfen, die finanzielle Herausforderung zu schultern“, bedankte er sich bei den zahlreichen Spendern.

Thomas Eisele informiert über die neuen Strukturen. Foto: Jochen Schultheiß

Einen Ausblick gab Eisele auf die anstehenden großen Veränderungen zum Beginn des kommenden Jahres 2026. Ab diesem Zeitpunkt wird es im Gebiet der Erzdiözese Freiburg lediglich noch 36 große Kirchengemeinden geben. Die bisherige Seelsorgeeinheit St. Georgen wird dann zu neuen Großgemeinde Villingen kommen, die geografisch in etwa die nördliche Hälfte des Schwarzwald-Baar-Kreises abdeckt.

Pfarrbeirat wird gewählt

Am 19. Oktober dieses Jahres wird für die neue große Kirchengemeinde die Wahl eines neuen Pfarrbeirates stattfinden, der sich aus Mitgliedern der derzeitigen Seelsorgeeinheiten zusammensetzt. Der Wahlbezirk St. Georgen-Tennenbronn wird mit drei Sitzen in diesem Gremium vertreten sein. Mit dem Ende des laufenden Jahres 2025 wird dann auch die Arbeit des bisherigen örtlichen Pfarrgemeinderates enden.

Unsicherheit besteht

Dass die Veränderungen Unsicherheit und Befürchtungen auslösen würden, sei verständlich, so der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. „Dabei darf eines jedoch sicher sein: Wo Gemeinde zusammen kommt, wird auch künftig Gemeinde sein.“ Eisele hob auch die Wichtigkeit des Ökumenischen Gemeindezentrums und seine Bedeutung für das Zusammenrücken mit den evangelischen Gemeinden hervor. „Schauen wir hoffnungsvoll in die Zukunft“, wünschte er allen Anwesenden ein gutes neues Jahr.