Antje Becker (von links), Edwin Benner, Claudia Schmitt-Neumann, Daniel Zinser und Damaris Blocher Foto: Jochen Stern

Der Jugendhilfeverbund Kinderheim Rodt verabschiedete seine langjährige Mitarbeiterin und Teamleiterin der Schulbegleitung, Claudia Schmitt-Neumann, in den Ruhestand.

Diplom-Pädagogin Claudia Schmitt-Neumann begann 2006 ihre Tätigkeit in den Ambulanten Hilfen des JHV – zu einer Zeit, als die Schulbegleitung (auch Schulassistenz oder Inklusionsassistenz genannt) noch ein neues Angebot war. Ihr Ziel: Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf individuell im schulischen Alltag zu unterstützen und ihnen so die Teilhabe am regulären Unterricht und Schulleben zu ermöglichen, wie der Jugendhilfeverbund mitteilt.

 

Mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fand Schmitt-Neumann ihre Berufung. Mit großem Engagement und Fachwissen vertiefte sie ihr Wissen zu Autismus-Spektrum-Störungen, Inklusion und den rechtlichen Rahmenbedingungen und bildete sich weiter zur Autismusfachberaterin.

Bis zuletzt blieb sie der praktischen Arbeit mit Schülern an verschiedenen Schulen im Landkreis verbunden. Fachbereichsleiter Edwin Benner, Bereichsleiterin Antje Becker und zahlreiche Kollegen würdigten in ihren Reden das Wirken der künftigen Ruheständlerin.

Um Schulbegleiter gekümmert

Claudia Schmitt-Neumann setzte sich nicht nur für die Belange der Kinder und Jugendlichen ein, sondern kümmerte sich auch um die wachsende Zahl der Schulbegleiter, heißt es weiter. Mit Einfühlungsvermögen, fundiertem Fachwissen und langjähriger Erfahrung leitete sie die „Schulbegleiter-Treffs“, organisierte interne und externe Fortbildungen und vernetzte den JHV mit dem Landratsamt, Schulen und weiteren Institutionen im Landkreis und darüber hinaus. Ihr Einsatz trug maßgeblich dazu bei, dass ein junger Mann mit Autismus-Spektrum-Störung im JHV Kinderheim Rodt einer regelmäßigen Arbeit nachgehen kann.

In den letzten Monaten ihrer beruflichen Tätigkeit widmete sich Claudia Schmitt-Neumann besonders der Idee der Förderung autistischer Klienten in Ausbildung und Arbeit. Damit hinterlässt sie ihren Nachfolgern, Damaris Blocher und Daniel Zinser, ein neues, weites Betätigungsfeld – und ein wichtiges Erbe an Engagement und Fachwissen, heißt es abschließend.