Viele Weggefährten von Pfarrer Peter Krech und seiner Frau Heidi (Bildmitte) brachten ihm in ihren Grußworten große Anerkennung für seine Arbeit in der Jakobusgemeinde entgegen. Das Bild zeigt (von links) die Bürgermeister Martin Ragg und Torben Dorn, den katholischen Pfarrer Frederik Reith, Dekan Wolfgang Rüter-Ebel, Sigrid Steiner als Vertreterin der Jakobusgemeinde, Pfarrer Udo Stober, die Konfirmanden Emma Schleicher und Juliane Schill, Gemeindediakonin Christine Janke, Pfarrer Oliver Uth sowie Pfarrerin Lisa Bender. Foto: Gertrud Hauser

Nach 13 Jahren als Pfarrer der evangelischen Jakobusgemeinde in Dauchingen und Niedereschach wurde Peter Krech nun verabschiedet. Zahlreiche Wegbegleiter würdigten sein Wirken.

Über 13 Jahre war Pfarrer Peter Krech wertgeschätzter Kapitän auf dem Schiff, das sich Gemeinde nennt, und prägte die evangelische Jakobusgemeinde Dauchingen/Niedereschach maßgeblich mit. Am vergangenen Sonntagnachmittag verabschiedete er sich von den Gemeindemitgliedern in der katholischen Kirche in Dauchingen und geht nun in den Ruhestand.

 

Die volle Kirche spiegelte die große Wertschätzung für sein Wirken wider. Ihre Wertschätzung brachten in ihren Gruß- und Dankesworten auch viele seiner Wegbegleiter zum Ausdruck.

Bürgermeister Torben Dorn sprach sicher vielen Gemeindemitglieder aus dem Herzen, als er auf das segensreiche Wirken des evangelischen Pfarrers zurückblickte. „Mit ihrem Abschied lassen sie auch einen Teil ihres Lebens hier zurück. Es war gelebte Nächstenliebe, die ihr Wirken in unseren Gemeinden bestimmt hat“, so der Bürgermeister. Er dankte dem Pfarrer für seine Weisheit, Geduld und Herzlichkeit, die er seinen Mitmenschen entgegenbrachte.

Selbstverständlichkeit der Ökumene

Der katholische Pfarrer Frederik Reith unterstrich in seinen Grußworten die gelebte Selbstverständlichkeit der Ökumene beider Kirchengemeinden. So war es auch gar keine Frage, den katholischen Kirchenraum für diesen Festgottesdienst zur Verfügung zu stellen. Ebenso sei vieles zur Selbstverständlichkeit geworden, so auch, dass die Sternsinger in der Dauchinger Jakobuskirche Unterschlupf gefunden haben, weil das katholische Pfarrhaus verkauft wurde. Weitere Berührungspunkte gebe es auch bei gemeinsamen Gottesdiensten, wie unter anderem beim Gottesdienst vor dem Fastenessen oder den Einschulungsgottesdiensten.

Pfarrer Reith unterstrich, dass er froh war, einen verlässlichen Partner für die ökumenischen Belange beider Gemeinden zu haben, deshalb wünschte er seinem „Amtskollegen“ für seinen Ruhestand Gottes Segen, damit er mit Dankbarkeit und Freude auf das vergangene zurückblicken, und mit Zuversicht in die Zukunft gehen kann.

Weitere Gruß- und Dankesworte richtete Pfarrkollege Udo Stober in seiner Funktion als Kirchengemeinderatsvorsitzender und seine Kollegen Oliver Uth, Lisa Bender und Gemeindediakonin Christine Janke an ihren wertgeschätzten Kollegen Peter Krech.

Mit Dankbarkeit erinnerten die beiden diesjährigen Konfirmierten Emma Schleicher und Juliane Schill an die erlebnisreiche Zeit, die sie bei der Vorbereitung auf ihre Konfirmation mit ihrem Pfarrer erleben durften.

Schöne Zeit als aktiver Pfarrer

Zum Ende des Gottesdienstes ging Pfarrer Krech selbst auf sein Wirken in der Jakobusgemeinde ein. Für ihn waren die 13 Jahre in Niedereschach und Dauchingen eine schöne Zeit als aktiver Pfarrer. Im Nachhinein habe er den Eindruck, dass es immer gepasst hat, dass das Miteinander gut war und dass man einander mit viel Achtung begegnet sei. Er hatte den Eindruck, dass die Begegnungen oft viel Herzlichkeit in sich trugen, so unter anderem bei der Arbeit im Ältestenkreis, die oft von Leichtigkeit und Humor geprägt waren. Gerade die Arbeit mit den Kindern und Konfirmanden war immer wieder spannend, wie auch die Gespräche mit Hochzeitspaaren, Taufeltern, mit Senioren, aber auch mit Menschen, die große Verlusten ihrem Leben zu verkraften hatten.

„Natürlich ist niemand perfekt, diejenigen, die ich hier oder da enttäuscht habe, bitte ich um Verzeihung“, so Pfarrer Krech zu seiner Gemeinde. Ein großer Dank ging von seiner Seite an alle Mitarbeiter die sich für die Gemeinde ins Zeug gelegt haben, besonders den Ältesten unter dem Vorsitz von Sigrid Steiner. Ein weiter Dank ging an seine Pfarramtssekretärin Sabine Müller und an seine Familie, die ihn immer unterstützt habe.

Muscheln zum Abschied für die Gemeindemitglieder

Als Abschiedsgeschenk verteilten Pfarrer Krechs Enkelkinder Muscheln an die Gemeindemitglieder, diese habe er eigens vor zwei Jahren mit seiner Frau in Holland gesammelt. Muscheln erinnern auch an die deutlich größeren Jakobsmuscheln, die Pilger auf dem Jakobsweg bei sich haben. Sie versinnbildlichen, dass das ganze Leben ein Pilgerweg ist.

Im Anschluss lud Pfarrer Krech zu einem Sektempfang auf das Gelände vor dem Familienzentrum ein. Hier bewirtete die Dauchinger Landjugend die Gäste. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Posaunenchor unter der Leitung von Günter Klotz und dem Chor „Cross Notes“ mit ihrer Dirigentin Kathrin Gaupmann mitgestaltet. An der Orgel spielte Bernd Barthel.