Gisela Sehr wechselt in den Ruhestand. Foto: Wahl

Gisela Sehr, das Urgestein der evangelischen Kirchengemeinde, beendet ihr Berufsleben. Wer ihre Nachfolgerin wird.

37 Jahre lang war die Bisinger Mitbürgerin Gisela Sehr bei der evangelischen Kirchengemeinde Bisingen tätig: Zunächst als Sekretärin im Pfarramt, damals noch bei Pfarrer Leinberger. Fünf Jahre später begann sie noch zusätzlich, sich als Kirchenpflegerin zu engagieren: Das macht sie damit seit ebenfalls 32 Jahren. Nun ist sie, im 72. Lebensjahr stehend, in den Ruhestand übergewechselt.

 

Am Sonntag findet ein Festgottesdienst statt

Am nächsten Sonntag, 23. Juni, findet um 10 Uhr zu diesem Anlass der Festgottesdienst in der Christuskirche statt, welchen der Gospelchor musikalisch umrahmt und wo sich ein kleines Abschiedsprogramm mit Stehempfang anschließt.

Als Nachfolgerin hat Antje Stein bereits seit dem 1. Juni das neue Amt der „Assistenz der Gemeindeleitung“ und damit auch Aufgaben der bisherigen Kirchenpflegerin inne. Aufgaben, die die Buchhaltung betreffen, werden zentral geregelt.

Nach Karl Schweikert (vier Jahre) und Walter Martelock (neun Jahre) war Gisela Sehr erst die dritte Kirchenpflegerin seit Bestehen der evangelischen Gemeinde.

Sehr ist gelernte Bankkauffrau

„Mit den erforderlichen Aufgaben bin ich gewachsen und mir hat es immer Spaß gemacht“, sagt die gelernte Bankkauffrau, die seit über fünf Jahrzehnten mit ihrer Familie in Bisingen wohnhaft ist. Mit hoher Gewissenhaftigkeit, Verantwortung und Kompetenz hat sie ihren Job gemeistert.

Sehrs Arbeit und Wirken sollen am Sonntag gewürdigt werden

Hinzu kommen ebenso etliche Buchungen sowie das jährliche Aufstellen und Überwachen der Haushaltspläne. Daneben begleitete sie zahlreiche Änderungen, etwa die vielen Veränderungen durch ständig neue Vorschriften im Personal- und Rechnungswesen. Auch die wechselnden Computeranforderungen erlebte die langgediente Pfarrsekretärin mit. Außerdem war sie über drei Jahrzehnte im Kirchengemeinderat tätig. In die Entwicklung als Pfarramtssekretärin ist sie in allen 30 Jahren hineingewachsen. Ihr großes Wirken – und dies wohlwollend für die ganze Gemeinde – soll laut Pfarrer Ulrich Günter am Sonntag gewürdigt werden.

Sie will sich im Ruhestand mehr der Familie und den Hobbys widmen

Im Ruhestand hat Sehr noch mehr Zeit für ihre Familie – immerhin hat sie vier Enkelkinder. Zudem wolle sie sich mehr ihren Hobbys widmen, zu denen Handarbeiten und Kochen gehören: Sie besitze mehr als 200 Kochbücher. Der Bestand wachse und wachse, erst unlängst bekam sie von Pfarrer Günther das Buch „Hunger ist der beste Koch“ mit Rezepten und Geschichten von der Alb.