Der VdK-Ortsverband Schömberg feierte sein 75-jähriges Bestehen. Außerdem gab es Ehrungen. Auf dem Bild sind zu sehen: Bernd Thomaneck (von links), Daniel Wohlgemuth, Helmut Dolderer, Jürgen Saladin, Renate Herrmann, Jürgen Neumeister, Karin Eichhorn, Kurt Bohnenberger, Horst Vahsen, Marianne Ruck, Mathias Leyn und Jürgen Schmidt (Gastgeber). Foto: Roswitha Hild

Der VdK-Ortsverband Schömberg hat Jubiläum gefeiert. Seit der Jahrtausendwende steigt auch die Zahl der Mitglieder wieder.

Der VdK-Ortsverband Schömberg hat zur Mitgliederversammlung im Kursaal eingeladen. Dabei feierte der Verein sein 75-jähriges Bestehen.

 

Ortsverbandsvorsitzender Jürgen Schmidt nannte einige Zahlen. So hat der VdK in Schömberg 296 Mitglieder zwischen neun und 101 Jahren. Das Durchschnittsalter beträgt 66,2 Jahre. Nur ein Mitglied ist noch Kriegs- und Wehrdienstopfer, weitere sechs sind Hinterbliebene und 90 haben eine Behinderung. Schmidt beschrieb den Ortsverband als aktiv, modern und gut aufgestellt.

Für 2025 gibt es einige Änderungen: Die kostenlosen Sprechstunden der Sozialberatung an jedem ersten Donnerstag im Monat übernimmt Klaus Käfer. Jürgen Saladin scheidet nach mehr als zehn Jahren auf eigenen Wunsch aus.

Ehrenvorsitzender Horst Vahsen erinnerte an die Umstände, unter denen die Selbsthilfeorganisation in der Nachkriegszeit ins Leben gerufen wurde. Neun politisch unbelastete Männer und Frauen aus Schömberg und Schwarzenberg bildeten nach der Genehmigung durch die französische Militärbehörde am 20. Februar 1949 den ersten Vorstand. Die Anerkennung von Behinderungen als Kriegsfolgen und die Durchsetzung von berechtigten Versorgungsansprüchen waren unter anderem die Schwerpunkte des Vereins. Bereits im ersten Jahr beschenkte der Verein 166 Kinder dank großzügiger Spenden zu Weihnachten. 15 Jahre später zählte der Ortsverband 278 Mitglieder.

Beratungen und Ausflüge

Zunächst sanken die Mitgliederzahlen. Erst in den Jahren nach der Jahrtausendwende wurde die Mitgliederzahl durch Info-Cafés, ehrenamtliche Sozialberatungen, Ausflüge, gesellige Veranstaltungen und moderne Kommunikationsstrukturen wieder deutlich gesteigert. Barrierefreiheit, soziale Gerechtigkeit und der Aufbau einer solidarischen Gesellschaft wurden wichtige Themen.

Jürgen Neumeister, stellvertretender Landesverbandsvorsitzender und Bezirksverbandsvorsitzender für Südwürttemberg-Hohenzollern, ging auf die Historie bei der Entwicklung zum heutigen Sozialverband VdK Baden-Württemberg mit 1100 Ortsverbänden, 52 Kreisverbänden und 274 000 Mitgliedern ein. Heute begleiten knapp 8500 ehrenamtliche Mitarbeiter Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Die Kernforderungen betreffen zahlreiche soziale Themen wie die Gesundheitsversorgung, bezahlbare würdevolle Pflege, ausreichende Rente im Alter, Armutsbekämpfung, Behinderung ohne Nachteile, Barrierefreiheit, bezahlbares Wohnen und die Gleichberechtigung.

Angesichts der aktuellen politischen Lage steht aber auch vermehrt praktische Friedensarbeit an.

Schömbergs Bürgermeister Matthias Leyn bedankte sich bei Gastgeber Schmidt und allen ehrenamtlich Aktiven des Ortsverbandes für die Präsenz in Schömberg und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ehrungen standen auf der Tagesordnung

Außerdem standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Horst Heinzelmann, Ingrid Klotz, Marianne Ruck, Sabine Rügen, Bernd Thomaneck und Marianne Trautmann-Schulze wurden mit dem Silbernen Treueabzeichen für zehn Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Kurt Bohnenberger und Daniel Wohlgemuth bekamen das Goldene Treueabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft. Elise Blaich wurde mit einem Treueabzeichen für 75 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Der zweite Ortsverbands-Vorsitzende Jürgen Saladin wurde zum Ehrenmitglied ernannt und aus seinen Ämtern verabschiedet. Weitere Sonder-Ehrungen erhielten Revisorin Renate Herrmann und Kassiererin Karin Eichhorn.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Moritz Bela Renk (Cello), Emilia (Violine) und Lethicia Brose (Klavier) von der Musikschule Calw. Moritz Bela Renk (Klavier) und Lethicia (Klavier) erfreuten die Besucher zudem als Solisten.