Peter Stalla (75) wurde nach dem Bericht über die Zerstörung der Minigolfanlage Hilfe angeboten. Foto: Rapthel-Kieser

"Wie geht es Ihnen denn jetzt?", hat Bürgermeister Davide Licht den 75-jährigen Peter Stalla gefragt, den Betreiber der von Vandalen unlängst zerstörten Minigolfanlage bei Hermannsdorf.

Burladingen - Nachdem der Schwarzwälder Bote vom Schicksal Stallas berichtet hatte, vereinbarte der Rathauschef einen Telefontermin. Denn das Gelände und die Anlage gehören der Stadt.

 

Die Minigolfanlage war in den 50er-Jahren errichtet worden, das Ehepaar Stalla betreibt sie seit 1975, jeden Sommer, so lange wie das Wetter es zulässt.

"Der Müll ist weg, und eigentlich geht es mir gut – ich bin fit"

Stallas erster Impuls, nachdem er den Schaden und die Verwüstung gesehen und sich in zäher Kleinarbeit ans Aufräumen gemacht hatte, war, aufzugeben. Aber dazu ist der 75-jährige trotz seines Alter zu agil. Der Müll ist weg, den habe er weggebracht, "aber mir geht es eigentlich gut, ich bin fit", versicherte er dem Stadtchef. Und er würde, so sagte er im ersten Telefongespräch mit Licht, zumindest dieses Jahr noch gerne weiter machen. Sobald die Temperaturen und die Corona-Regeln es zulassen, könnte er die Minigolfanlage eigentlich wieder öffnen, versicherte er. Wenigstens an den Wochenenden.

Denn: Es hatten sich nach dem Bericht im Schwarzwälder Boten einige Leser bei Stalla gemeldet, die ihm auf der Freizeitsport-Anlage helfen könnten.

Plan für die Sommermonate

Darauf hatte auch Licht gesetzt. Er kennt mittlerweile die Stärken und die Aktivisten der Fehlastadt und fragte gleich nach, ob Stalla sich denn vorstellen könnte, die Minigolfanlage zusammen mit Ehrenamtlichen zu stemmen und wenigstens stundenweise weiter zu betreiben. Das scheint zumindest für die Sommermonate erst mal ein Plan.

Der Stadtchef will, sobald es die Kontaktbeschränkungen wieder erlauben, sich mit dem 75-jährigen Minigolfanlagen-Betreiber in einer größeren Runde zusammensetzen und mit Mitgliedern der Verwaltung und Freiwilligen aus den Burladinger Vereinen über eine mögliche Lösung sprechen.

Immerhin ist das Angebot auf der 18-Loch-Anlage für Wanderer, Familien und Freundesgruppen auch aus Gemeinden wie Bitz, Onstmettingen, Gammertingen und Neufra vor allen an den Wochenenden und in den Sommerferien ein beliebter Freizeitspaß.