Das Außmaß der Zerstörung: eine einegeschmissene Scheibe. Foto: Gemeinde

Nach dem großen Echo, den der Vandalismus an der Waldachtalschule jüngst in den sozialen Medien hervorrief, äußert sich nun auch die Bürgermeisterin zu den Vorgängen. Das Außmaß der Zerstörung reicht von Verunreinigungen bis hin zu herausgerissenen Fahrradständerhalterungen.

Waldachtal – "Wir hatten, wie viele Kommunen, in der Vergangenheit immer wieder vereinzelt einige Schäden oder Verunreinigungen auf unseren beiden Schulhöfen und um die Grundschulen herum", berichtet Bürgermeisterin Annick Grassi auf Nachfrage unserer Redaktion. In den vergangenen Wochen habe sich dies aber leider verstärkt.

Die Bürgermeisterin vermutet, dass das mit den Einschränkungen während der Pandemie zu tun hat und auch mit der Tatsache, dass sich Kinder und Jugendliche vermehrt draußen treffen müssten.

Verunreinigungen und Grillstellen entdeckt

Die Anzahl der Fälle könne sie zahlenmäßig zwar nicht benennen. Es habe jedoch schon Verunreinigungen durch Getränkedosen, Zigarettenkippen und sonstigen Müll gegeben – bis hin zu kleinen Grillstellen und dadurch entstandenen Brandflecken unter dem Vordach im Eingangsbereich der Waldachtalschule. "Dies ist natürlich auch gefährlich", so Grassi.

Fenster beschädigt, Fahrradständerhalterungen herausgerissen

Darüber hinaus seien Fahrradständerhalterungen herausgerissen und Lichtkuppeln auf dem Dach des Fahrradbunkers bewusst beschädigt worden. Auch habe man Leuchtröhren "heruntergeschossen" und zerstört sowie Fenster eingeschmissen oder zumindest Risse verursacht.

Absperrung zweckentfremdet, Sonnensegel zerschnitten

"An der Sportanlage in unmittelbarer Nähe zur Waldachtalschule wurden die Sicherungen um die Basketballkörbe aufgeschlitzt", teilt die Bürgermeisterin weiter mit, und zuletzt sei die Absperrung des Trampolins auf dem Mehrgenerationenaktivplatz auf den Balkon der Schule gehoben worden und auf die Tische. Und obendrein: "In Salzstetten wurde bereits das Sonnensegel des Spielplatzes, ebenfalls bei der Schule, zerschnitten."

Anzeige und Plakate bleiben ohne Erfolg

Die Mehrzahl der Beschädigungen habe die Gemeinde in der Folge zwar angezeigt, "allerdings ohne Erfolg". Ebenso seien vor einiger Zeit Plakate aufgehängt worden, mit der Bitte, sich doch zu melden, wenn die Dinge aus Langeweile geschähen.

Mobile Jugendarbeit wird Thema im Gemeinderat

"Hierauf kam aber bislang keine Reaktion", berichtet Grassi. Und: "In der nächsten Gemeinderatssitzung werden wir uns über das Thema mobile Jugendarbeit unterhalten (diese gibt es bei uns bislang nicht)."

Ob man von Brennpunkten sprechen kann, wie es eine Facebook-Kommentatorin in den sozialen Medien tat, könne die Bürgermeisterin nicht sagen. Auch die Gesamtkosten der bisherigen Schäden seien schwierig zu beziffern. "Der Ärger und auch der Beseitigungsaufwand fallen eher ins Gewicht."

Kinder oder Jugendliche werden als Verursacher vermutet

Genau wie die Facebook-Nutzer gehe auch die Gemeinde davon aus, dass es sich bei den Verursachern um Kinder beziehungsweise Jugendliche handele. Da sich an den Schulen aufgrund der offenen Gestaltung der Schulhöfe und der unmittelbar angrenzenden Spielplätze aber sehr viele Kinder- und Jugendgruppen träfen, sei es schwierig, die Verantwortlichen ausfindig zu machen, ohne alle unter Generalverdacht zu stellen.

"Wir behalten die Situation daher weiter im Auge und appellieren an Kinder, Jugendliche und deren Eltern, das Eigentum der Gemeinde zu respektieren", endet Grassi. Man versuche im Sinne der Nutzer der Anlagen zu sensibilisieren, um weiteren Schaden zu vermeiden.