In so mancher Stadt wird Trockeneis als Methode zur Graffitibeseitigung verwendet. Wäre das auch eine Option für die Stadt Villingen-Schwenningen? Und wie beseitigt die Stadt eigentlich solchen Vandalismus. Unsere Redaktion hat nachgefragt.
Es ist fast schon ein gewohntes Bild: Immer wieder verunstalten Unbekannte das schöne Stadtbild der Doppelstadt.
Sie kritzeln Schmierereien, meist in Form von Graffiti, auf die Stadtmauer oder auf öffentliche Gebäude. Doch wie wird dieser unschöne Vandalismus beseitigt? Wird Graffiti überhaupt entfernt?
Auf Tipp eines Lesers, der unsere Redaktion darauf hinwies, dass viele Städte mittlerweile Trockeneis für die Beseitigung von Schmierereien und schlechten Graffiti verwenden würden, haben wir bei der Stadt VS nachgefragt.
Trockeneis gilt als weiches Reinigungsmittel
Doch zunächst, wie funktioniert die Option mit Trockeneis? Bei der Entfernung mit Trockeneis werden Trockeneistrahlen verwendet. Anders als bei herkömmlichen Mitteln beschädigt Trockeneis die Oberfläche nicht, da es durch die Verwendung von Kohlendioxid als sehr weiches und abrasives Reinigungsmittel gilt.
Durch das Druckluft-Strahlverfahren, mit gepresstem Kohlenstoffdioxid – Trockeneis – lassen sich verschmutzte Oberflächen schnell und gründlich reinigen. Das Trockeneis geht bei Umgebungsdruck ohne Verflüssigung vom festen in den gasförmigen Zustand über. Dadurch bleibt nach der Reinigung kein Reinigungsmittel zurück.
Die Doppelstadt setzt auf bewährte Methoden
Die Stadt Villingen-Schwenningen greift auf dieses Verfahren allerdings nicht zurück, wie Madlen Falke, Pressesprecherin der Stadt auf Anfrage unserer Redaktion zu verstehen gibt: „Da sich die Graffitiverschmutzung in Villingen-Schwenningen in einem überschaubaren Rahmen halten, lohnt es sich derzeit nicht, ein separates Gerät für die Entfernung mit Trockeneis zu beschaffen.
Die Doppelstadt greife stattdessen auf zwei bewährte Methoden zurück. „Die Technischen Dienste entfernen Graffiti mit einem mobilen Hochdruckreiniger, mit bis zu 350 Bar und Heißwasserfunktion“, erklärt Falke.
Eine Alternative dazu sei die Verschmutzung mit Farbe zu streichen. Ein Umstellen auf Trockeneis ist für die nahe Zukunft also erstmal auf Eis gelegt, zeigt Falke schließlich auf.