Auf der Dieselhalde in Oberndorf herrscht ein Fahrverbot, dafür wurde bereits vor Jahren eine Schranke installiert. Diese wurde nun erneut aufgebrochen. Dabei entsteht nicht nur ein monetärer Schaden.
Die Strecke vom Webertal über die Dieselhalde in die Oberndorfer Oberstadt wird oft als Abkürzung von Ortskundigen genutzt. Um überhöhtes Verkehrsaufkommen in der engen Mauserstraße und der ebenso beengten Fidel-Feederle-Straße in Oberndorf zu verhindern, gibt es daher ein Fahrverbot, und zusätzlich steht dort seit mehr als 20 Jahren eine Schranke, so Bürgermeister Matthias Winter. Nun wurde die Schranke erneut aufgebrochen.
Der Schaden an der Schranke wurde am 15. April dem Werkhof gemeldet, teilt uns der Bürgermeister mit. „Die Polizei wurde benachrichtigt und hat den Schaden aufgenommen“, führt er weiter aus. „Die aufgebrochene und verdrehte Schranke wurde noch am selben Tag vom Werkhof provisorisch wieder geschlossen“, erklärt Winter. Der Schaden betrage circa 1000 Euro.
„In den letzten drei Jahren wurde die Schranke mehrfach aufgebrochen beziehungsweise das Vorhängeschloss“, meint der Bürgermeister frustriert. Aber bis jetzt sei die Schranke noch nie um 90 Grad verdreht worden.
Wanderung von Amphibien
Auch für die „Wanderung“ der „besonders gefährdeten“ Feuersalamander und Erdkröten ist eine geschlossene Schranke überlebenswichtig. Um ihre Nachkommen im Dieselbach abzulegen, überqueren die Amphibien vor allem abends und nachts die Straße.
Ohne die Schranke nimmt die Salamanderpopulation großen Schaden. Denn die Feuersalamander und auch die Erdkröten werden überfahren oder durch den Luftdruck eines schnell vorbeifahrenden Autos hochgeschleudert und müssen dann einen qualvollen Tod sterben, erklärt uns Beatrix Lamprecht, Sprecherin der NABU-Ortsgruppe Oberndorf-Sulz.