Deutliche Spuren haben Vandalen an und bei der Hütte Luginsland über dem Ölsträßle hinterlassen. Foto: Schabert

Gut belebt ist das früher "Spazierweg" genannte Ölsträßle am Meisternhang über Bad Wildbad in diesen Tagen bei frühlingshaftem Wetter. Viele sahen deshalb, was zwischen Samstag- und Sonntagmittag passiert sein musste und konnten nur den Kopf schütteln: Zerstörungen an der und um die Hütte Luginsland.

Bad Wildbad - Der Platz wird oft zur Rast und als Aussichtspunkt über die Nordstadt genutzt. Offensichtlich waren hier Vandalen am Werk. Es muss schon mächtig Kraft gekostet haben, die starken Balken und Brüstungen aus ihrer Verankerung herauszureißen, die bislang eine Hüttenecke bildeten.

Das Geländer vor der schmucken Schutzhütte, war ebenfalls abgerissen und lag statt in der Waagerechten als Schutzeinrichtung für den kleinen Vorplatz schräg in der Böschung. Eine schwere hölzerne Bank aus dem Häuschen lag noch ein Stück darunter. Offenbar mit kraftvoller Anstrengung hinuntergeworfen war sie direkt am Wegesrand gelandet.

Scherben und leere Flaschen deuteten darauf hin, dass hier wohl irgendeine Feier aus den Fugen geraten war. Eine Polizeistreife des Postens Bad Wildbad sah sich am Sonntagnachmittag die Schäden an. Es bleibt zu hoffen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können und für die Reparaturen aufkommen müssen.

Nachtwanderer pausieren

In den Stadtteilen Wildbad und Calmbach konnten die Nachtwanderer den Vandalismus entscheidend zurückdrängen. Derzeit legen sie aufgrund von Corona zwangsläufig eine Pause ein.

Sie wären aber an dieser Stelle so oder so nicht vorbeigekommen. Denn ihre Wege führen durch die Stadt, und dieser Platz liegt ja weit außerhalb. Außerdem sind sie keine Schutzstreife, sondern verstehen sich als Partner der Jugend. Durch Kontakte und Gespräche erreichen die jungen Laute erfolgreich auf Augenhöhe.

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