Bei Kunden ist der Automat beliebt. Foto: Häusler

Den Valentinstag vergessen und alle Blumenläden haben schon zu? Bleibt der Gang in den Supermarkt, zur Tankstelle oder zum Blumenautomaten. Wie der funktioniert und wie zufrieden ihre Kundschaft mit dem Angebot ist, hat uns die Baiersbronner Floristin Iris Häusler verraten.

In Großstädten sind sie ein vertrautes Bild: Verkaufsautomaten mit Blumensträußen, Pflanzen oder Deko-Artikeln. Seit etwa anderthalb Jahren findet sich auch in der Freudenstädter Straße in Baiersbronn ein solcher „Blum OH! mat“.

 

Hinter dem Angebot steht Iris Häusler, die seit gut zehn Jahren das Blumengeschäft Strauchwerk Floristik betreibt. Sie kenne das Konzept aus größeren Städten, erzählt Häusler, und habe „schon immer einen gewollt“. Irgendwann habe sie dann angefangen, im Internet nach Anbietern und Konditionen zu recherchieren und sogar mit dem Gedanken gespielt, einen Verkaufsautomaten in ihr Schaufenster einbauen zu lassen. Dann habe ihr ihr Blumenlieferant ein Angebot gemacht. Häusler schlug zu.

Bei Kunden beliebt

Seitdem steht der Automat vor ihrem Blumengeschäft. Zu Beginn habe der Automat ab und an seine Mucken gehabt, sagt Häusler. Die seien jedoch längst überwunden. „Das macht einfach Freude, mit dem Automaten“, sagt die Floristin. Auch die Kundschaft sei begeistert. Fast täglich, erzählt Häusler, bekomme sie positive Rückmeldungen.

Zwischen zehn und zwölf Sträuße haben in dem Automaten Platz. Neben den Fächern für Frischblumen hat es jedoch auch solche, die mit Topfpflanzen und Deko-Artikeln bestückt werden können. Im Sommer sorgt der Automat für Kühlung, im Winter wird geheizt. „Das funktioniert spitze“, sagt Häusler. Der Automat werde täglich frisch befüllt, die Sträuße hielten sich genauso lange, wie wenn man sie im Laden gekauft hätte.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Der Kunde sucht sich seinen Strauß aus, gibt die Nummer des Fachs in das Bedienfeld ein und bezahlt dann bar oder mit Karte. Vor allem an Wochenenden werde das Angebot gerne genutzt, sagt Häusler.

Automat wird frisch bestückt

Aber auch jetzt, zum Valentinstag, rechnet die Floristin mit einer hohen Nachfrage. Schon im vergangenen Jahr sei viel nach Ladenschluss weggegangen, erinnert sich die Blumenhändlerin. „Da haben wir noch mal nachgefüllt.“

Generell beobachtet Häusler jedoch einen Rückgang des Blumenabsatzes an Tagen wie dem Valentinstag. Konkurrenz machten dem Fachhandel nicht nur Tankstellen, Bau- und Supermärkte, sondern auch das immer breitere Angebot an Valentinstag-Präsenten. Selbst Pralinen, die das gesamte Jahr über erhältlich seien, bekämen einen speziellen Aufkleber und würden so zum Valentinstag-Präsent. Das mache es Floristen immer schwerer. Umso wichtiger ist für Häusler ihr Automat für Kurzentschlossene, mit dem sie Kunden ein 24 Stunden-Angebot machen kann.