Joe Biden will für einen geordneten Abzug der US-Kräfte aus Afghanistan sorgen. Es geht dabei vor allem um Symbolik. Foto: AFP/MANDEL NGAN

Der US-Präsident Joe Biden sendet Truppen in die afghanische Hauptstadt, um chaotische Bilder wie einst beim Kriegsende in Vietnam zu verhindern, meint der USA-Korrespondent Frank Herrmann.

Washington - Mag sein, dass sich Joe Biden verrechnet hat. Noch vor einem Monat glaubte er, die Regierungstruppen Afghanistans seien auch nach dem Abzug der Amerikaner und ihrer Verbündeten stark genug, den Vormarsch der Taliban aufzuhalten oder wenigstens zu verlangsamen. Nun zeigt die bittere Realität, dass viel Wunschdenken dabei gewesen ist. Biden hat daraus die Konsequenzen gezogen, ihm geht es jetzt um eher symbolische Schadensbegrenzung. Was er vermeiden will, ist die Wiederholung von Szenen, wie sie sich 1975 in Saigon abgespielt haben. Panik, Verzweiflung, Improvisieren im letzten Moment. Bilder der Flucht, die am Ende eines verlorenen Krieges für die Demütigung einer Supermacht standen. Das hofft er seinen Landsleuten zu ersparen, wenn die Taliban Kabul erobern. Deshalb sendet er Truppen, die für eine geordnete Evakuierung sorgen sollen.

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