Jason Derulo beim Auftritt in der Stuttgarter Schleyerhalle Foto: Lichtgut

Jason Derulo hat das Wochenende in Stuttgart mit einer explosiven Supershow eingeläutet. Bilder, Kritik und Setlist vom Auftritt am Freitag in der ausverkauften Schleyerhalle.

LED-Armbänder, die man auch von Taylor Swift kennt, werden munter am Einlass verteilt. Sie werden bei allen kurz vor Showbeginn um 20:40 Uhr gleichzeitig aktiviert, um dann den Abend über in Blau, Orange oder Lila, passend zum Beat, durch die knapp zweistündige Show des US-amerikanischen Weltstars zu leuchten, der in Stuttgart das letzte seiner fünf Deutschland-Konzerte gibt.

 

Body-Alarm Deluxe bei Jason Derulo

Jason Derulo, der bekannt ist für seine markante Selbstnennung am Anfang seiner Songs („Jason Derulo!“), hat am Freitagabend in der Schleyerhalle seine Supershow abgeliefert, bei der eine Sache besonders wichtig ist: Sexyness! Hier gehört‘s einfach dazu. Derulo und seine bis zu zehn Tänzerinnen und Tänzer räkeln und biegen sich auf der Bühne, was das Zeug hält. Alles, inklusive dem Star selbst, ist hier Smoke Show: Body-Alarm Deluxe! Oberkörper frei, der Herr. Klar, dass dann der erste und auch der letzte Song am Abend „Sexy for me“ ist – von der aktuellen EP, mit der der 36-Jährige derzeit auf seiner „The Last Dance“- Welttournee ist.

„The Last Dance“: Jason Derulo in Stuttgart Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Per Einspieler wird in KI-Videos von der Verführung erzählt, eine Schlange zieht durchs Bild, eine Gesellschaft à la „Eyes Wide Shut“ ist zu sehen, ein aufwendiges Bühnenbild mit Glaskabinen und mehreren Ebenen, die sich den Abend über immer wieder verändern. Im Hintergrund erahnt man eine Band, auch wenn viele Elemente der Songs vom Band kommen. Definitiv live sind aber Passagen wie die in der R’n’B-Nummer „Savage Love“, die Derulo in seinem berühmten Falsett singt. Die 39 Songs, darunter Mega-Hits wie „Watcha Say“, „Swalla“ und „Take you Dancing“ werden oft nur angespielt, im Vordergrund steht die starke Tanz-Performance und Choreografie, deren Teil Derulo immer auch selbst ist, was für einen Star seines Kalibers nicht selbstverständlich ist.

Derulo: „Stuttgart is the craziest city in Germany!“

Der Sänger ist am Abend in Redelaune, sagt, wie wichtig Entscheidungen im Leben seien und was der Umgang mit Verlusten für ihn bedeute. Und dann sagt er Dinge wie „Stuttgart is the craziest City in Germany“ und „Talk dirty to me in German“. Später lässt er sich ein Bad in der kreischenden Menge nicht nehmen.

„It’s your turn to sing!“ Jason Derulo in Stuttgart Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Von einer Las Vegas Revue-Show verwandelt sich die Halle zum Dance-House-Event, inklusive zahlreicher Kostümwechsel. Nummern-Girls heben Schilder in die Luft auf denen „It‘s Your Turn To Sing“ steht.

Obendrauf gibt es noch einen Mix aus jeder Menge Pop-Referenzen: darunter Avril Lavignes „Complicated“, das auch auf der neuen EP als Dance-Pop-Track vertreten ist, Einspieler von Nina Simone, Pharell Williams oder House of Pain - als wäre die Musik nie genug. Am Ende dankt er seinen Musikern einzeln, wirkt als wäre der Abend noch lange nicht vorbei – was er ja auch nicht ist - auf dem Programm stehen noch zwei Clubbesuche: „Shimmy Shimmy yay, Shimmy ya, Swalla-la-la!“

Jason Derulo: Setlist in Stuttgart

  • Sexy for me
  • Wiggle
  • Acapulco
  • Talk to Crowd
  • Watcha Say
  • Marry me
  • Ta-Ta-Ta
  • Who hurt you
  • Swalla
  • Komasava
  • Tip Toe
  • It Girl
  • Complicated
  • Riding Solo
  • Spicy Margarita
  • Take you Dancing
  • Jalebi
  • Savage Love
  • You & I
  • In my Head
  • Don‘t wanna Go home
  • Love Tonight
  • Otherside
  • You DJ, I‘ll drive
  • Tens
  • Cheyenne
  • Breathing
  • Replay
  • From the Island
  • Dame un Grr
  • Me too
  • I got a feeling
  • Trumpets
  • Talk Dirty
  • Want to Want me
  • Sexy for me

Das Konzert am Freitag, 27. Februar, in der Stuttgarter Schleyerhalle war die letzte Show in Deutschland im Rahmen von Jason Derulos „The Last Dance“-Welttournee.