Helga König (links) und Annegret Schäfer gehen mindestens einmal im Jahr gemeinsam auf Tour. Foto: Terkowsky

Rottweil als Urlaubsziel, das bietet sich vorrangig an, wenn man nicht aus Rottweil kommt und beispielsweise mit dem Wohnmobil reist. Wir haben am Wohnmobil-Stellplatz beim Aquasol nachgefragt, was die Besucher so nach Rottweil treibt.

Mit dem Wohnmobil die Welt erkunden, neue Orte entdecken, dort Halt machen, wo es einem gefällt, und dann so lange bleiben, wie es gerade passt. Als Ziel vielleicht nach Schweden, an den Gardasee oder nach Rottweil.

 

Wie bitte? Nach Rottweil? Möglicherweise nicht der erste Gedanke, wenn man bereits da wohnt. Aber häufig verliert man ja auch den Blick für das Schöne, wenn man es jeden Tag hat. Wir haben aus dieem Grund die Camper am Rottweiler Wohnmobilstellplatz nahe des Freibads gefragt, was sie denn nach Rottweil geführt hat, wie lange sie planen zu bleiben und was sie bisher erlebt haben.

Zwischen zwei Wohnmobilen ist eine Tischgruppe aufgebaut. Daran sitzt Annegret Schäfer und löst Kreuzworträtsel. Neben ihr sitzt Helga König, die gerade aus dem Freibad zurückgekehrt ist. Männer sind keine in Sicht. „Die machen grad ein Nickerchen“, erzählt Schäfer.

Die beiden Ehepaare aus Gummersbach sind jeweils seit etwas mehr als fünf Jahren Besitzer eines Wohnmobils. In Kroatien, Österreich und der Schweiz sei man neben Deutschland schon gewesen. „Und einmal im Jahr fahren wir zusammen auf Tour“, sagt König.

Vroni und Kaspar aus dem Züricher Umland sind erfahrene Camper. Foto: Terkowsky

Turm zieht alle an

Dieses Jahr habe man sich für das südliche Baden-Württemberg entschieden, und Rottweil habe da gut reingepasst, erklären die beiden Frauen. Die historische Altstadt und die Aussicht auf eine gemütliche Fahrradtour am Neckar haben den Ausschlag gegeben.

Zwei Tage lang haben sich die vier Rottweil angesehen. „Den Turm sind wir natürlich hochgefahren“, fügt Schäfer noch hinzu. „Morgen geht’s nach Kehl“, erklärt König abschließend, „wir wollen ja noch mehr sehen“.

Vroni und Kaspar kommen aus dem Züricher Umland. Das Paar möchte ein wenig durch den deutschen Süden touren und hat kein festes Ziel. Auf Rottweil sind sie eher zufällig in einem Camping-Führer gestoßen. „Natürlich kennen wir Rottweil, aber bisher nur vom Namen her“, erzählt Vroni.

Die Pläne seien noch überschaubar, da sie erst am Morgen angekommen seien, erzählt mir Kaspar. Bisher seien sie mit dem Fahrrad zum Testturm gefahren und haben das Tourismus-Büro aufgesucht. Dort haben sie sich für eine Stadtführung angemeldet, auf die sie sich besonders freuen.

Rottweil ist vorbildlich

Etwas über die Hunde möchte Vroni noch erfahren, doch da fehle ihr ein Ansatzpunkt. Größere Radtouren hingegen stehen nicht auf dem Plan. „Wir fahren noch normale Fahrräder, und hier geht es ja überall nur bergauf“, erzählt Vroni lachend.

Wohnmobil-Stellplatz sei vorbildlich im Vergleich

Einem Camping-Führer sind auch Birgit und Bernhard Delhasse aus Köln gefolgt. Denn der Rottweiler Stellplatz verfüge über exzellente Rezensionen. Nun sei das Paar zwar gerade erst angekommen, doch bisher scheine sich das zu bestätigen. „Dieser Platz hat alles, was man sich als Wohnmobil-Fahrer wünscht“, erzählt Bernhard Delhasse. Strom und Wasser finde man meistens vor, doch die Entsorgung sei häufig das Problem. Aber dort und auch in puncto Sauberkeit, Anbindung und Einkaufsmöglichkeiten sei der Rottweiler Stellplatz vorbildlich.

Fasnet statt Karneval

Rottweil haben sie sich als Ziel ausgesucht, weil sie sich von historischen Altstädten angezogen fühlen. Und als treue Anhänger des Kölner Karnevals wollen sie während ihres Aufenthalts mehr über die Fasnet erfahren. Und da man ja im Urlaub sei, gebe es auch noch keine geplante Aufenthaltsdauer. „Mal schauen wie lang wir bleiben“, meint Birgit Delhasse dazu.