Über 15 Millionen Touristen besuchen jedes Jahr Rom. Da gibt es ja auch viel zu sehen. Aber was begeistert ein junges Paar aus Rom für Übernachtungen auf dem Hechinger Campingplatz? Natürlich hat das mit der Zollerburg zu tun.
Melissa Mucciarone und Stefano Cresti leben in Rom, und sie sind aktuell mit dem Auto und Zelt auf Deutschland-Tour. Immer in Richtung Berlin, das sie auf jeden Fall sehen wollen. Die Orte dazwischen suchen sie nach Lust und Laune aus. Salzburg haben sie schon gesehen. Stuttgart auch, aber nun machen sie noch einen Schlenker auf den Hechinger Campingplatz. „Wir haben die Burg der Hohenzollern gesehen, und das interessiert uns“, erzählen sie, und dass sie vom Hechinger Campingplatz völlig begeistert sind. „Echt besonders“, sagt Stefano Cresti.
Nicht unbedingt wegen der Nähe zu Stadt, die sie gar nicht erst besucht haben. „Aber das ist hier ein toller Sport-Campus“, erzählen sie. Tennis, Freibad, und vor allem der Golfplatz. Am Abend vorher waren sie dort im Restaurant, an diesem Nachmittag wollen sie da nun als Gäste Golf spielen.
Lieber französische Maut als Schweizer Vignette
„Eine tolle Anlage“, meint Stefano Cresti. Auf den Vorschlag, als Römer könnten sie doch auch das Römer-Freiluftmuseum im nahen Stein besuchen, reagieren sie etwas verständnislos. Naja, Römer haben mehr als genug antike Bauwerke vor der Haustür, das muss man dann nicht auch noch in Deutschland anschauen.
Zwei Nächte bleiben sie auf dem Platz, dann fahren sie weiter in Richtung Berlin. Zurück fahren sie übrigens ausdrücklich nicht über die Schweiz, denn dass sie für eine einzige Durchfahrt die aus ihrer Sicht sehr teure Vignette zahlen müssten, das sehen sie nicht ein. Dann schon lieber Maut in Frankreich. Die wird nach Kilometern kassiert, so wie in Italien auch. Und beide vermuten, dass das billiger kommt.
Martina aus dem Emsland an der Nordsee sitzt vor ihrem Wohnmobil schräg gegenüber zum Zelt der Italiener und häkelt. Auch sie will nicht nach Stein zu den Römern. Denn da war sie schon bei früheren Aufenthalten auf dem Hechinger Campingplatz.
Camper bleiben bis zur Einschulungsfeier
Ebenso auf der Burg, im Schwimmbad und eigentlich hat sie auch sonst schon so ziemlich alles gesehen, was Hechingen und Umgebung an Attraktionen zu bieten hat.
Dabei ist sie ganz unfreiwillig Hechingen-Fan geworden. „Meine Tochter ist von einem Einheimischen hierher in den Süden entführt worden“, erzählt sie lachend. Enkel gibt es auch schon. Keine Frage, dass sie als Oma und Opa regelmäßig Hechingen ansteuern.
Im Wohnmobil auf dem Campingplatz zu wohnen sei da ganz praktisch, denn die Hechingen-Aufenthalten seien ja durchaus länger. Diesmal bleiben die beiden bis zur Einschulungsfeier ihrer Enkelin, und dann geht es weiter nach Griechenland. Spätestens Ende Oktober werde man dann wieder in der Heimat zurück sein. „Hechingen ist ein schöner Platz“, sagt sie.
Freibad, Märchenpfad und Minigolf sind beliebt
Auch sie liebt den Hechinger Campingplatz wegen der Nähe zum Freibad, wo sie immer wieder mit ihren Enkeln ist, den Märchenpfad, den Minigolfplatz. „Da kann man echt viel mit Kindern machen“.