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Urlaub in Corona-Zeiten Diese Regeln gelten in den Reiseländern

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Abstand halten - so lautet in Corona-Zeiten auch im Urlaub die Devise. Foto: PABLO ADRADA/ Shutterstock

Oberndorf - Ende Juli starten in Baden-Württemberg die Sommerferien. Reisen ins europäische Ausland sind trotz Corona-Pandemie möglich, dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. Vor Fahrten in manche Länder wird aktuell sogar noch gewarnt. In unserem (SB+)Artikel verraten wir, welche Regeln an Stränden gelten, wann und wo Masketragen Pflicht ist und mit welchen weiteren Sonderauflagen Sie in Ihrem Urlaubsland rechnen müssen. 

Österreich

Abgesehen von Reisenden aus dem Landkreis Gütersloh (negativer Corona-Test erforderlich) haben Deutsche freie Fahrt nach und durch Österreich. Intensive Grenzkontrollen haben die Behörden für Reisende aus Ungarn oder Slowenien angekündigt. Das ist die Folge der Reisewarnungen Österreichs für die sechs Westbalkan-Staaten sowie für Rumänien und Bulgarien. In den meisten Urlaubsregionen Österreichs gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Auf Mindestabstand nicht zuletzt beim Baden und Wandern muss aber geachtet werden. In einigen Orten in Kärnten gilt von Freitag an abends eine Maskenpflicht. Einziges Bundesland mit genereller Maskenpflicht im öffentlichen Raum ist Oberösterreich, in den anderen wurde die Pflicht bereits Mitte Juni aufgehoben.

"Stopp Corona" heißt die offizielle Warn-App des Österreichischen Roten Kreuzes, sie ist bereits seit Ende März verfügbar.

(Österreich: 8.858.775 Einwohner, 18.709 bestätigte Corona-Fälle, 706 Corona-Tote)*

Schweiz

Die Einreise in die Schweiz aus Deutschland ist problemlos möglich. Allerdings gilt Quarantäne-Pflicht für Einreisende, die in den zwei Wochen zuvor in Schweden oder einem anderen von aktuell 29 als riskant eingestuften Ländern waren. Laufend aktualisierte Infos finden sich unter diesem Link. Ein Mund-Nasen-Schutz ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und Seilbahnen vorgeschrieben. In Hotels, Restaurants oder Museen gelten weiterhin Abstands- und Hygieneregeln. Anders als in den meisten anderen europäischen Ländern darf auch in Schweizer Clubs derzeit wieder getanzt werden.

Die "SwissCovid-App" ging Ende Juni an den Start. Sie funktioniert ähnlich wie die deutsche Corona Warn-App.

(Schweiz: 8.603.900 Einwohner, 32.690 bestätigte Corona-Fälle, 1966 Corona-Tote)

Frankreich

Reisende aus Deutschland können ohne Probleme nach Frankreich einreisen. Die Situation im ganzen Land ist zur Zeit recht entspannt und die Zahl der Neuinfektionen konstant. Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine generelle Maskenpflicht. Läden und andere Einrichtungen entscheiden dagegen selbst, ob eine Maske getragen werden muss. Museen und Sehenswürdigkeiten haben wieder geöffnet, Tickets müssen in der Regel vorher online gebucht werden. Die Strände im Land sind geöffnet. Viele Restaurants, etwa in Paris, haben ihre Terrassen vergrößert, damit die Menschen genug Abstand halten können. Aktuelle Corona-Zahlen in französischer Sprache gibt es unter diesem Link.

Die französische App "StopCovid" ist seit Anfang Juni am Start. Anders als bei der deutschen App werden die gesammelten Daten in Frankreich zentral auf einem Server gespeichert.

(Frankreich: 66.993.000 Einwohner, 207.356 bestätigte Corona-Fälle, 29.982 Corona-Tote)

Spanien

Auch ein Spanien-Urlaub ist seit Kurzem wieder möglich. Im ganzen Land gilt eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumlichkeiten. Außerhalb geschlossener Räume müssen Masken getragen werden, wenn ein Sicherheitsabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Generell Maskenpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach größeren Ausbrüchen gibt es mancherorts besonders strenge Regeln. So gilt in Katalonien eine generelle Maskenpflicht, auch im Freien. Flugreisende müssen vor der Reise zwingend ein Formular im Spain-Travel-Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Das Formular erzeugt einen QR-Code, der bei der Einreise vorgelegt werden muss, wie das Auswärtige Amt (AA) informiert. Dies könne auch über die entsprechende, kostenlose App erfolgen. Ähnliche Einreise-Registrierungen gibt es übrigens auch in Griechenland und Zypern.

Die App "Radar COVID" gibt es bereits seit Anfang April, doch sie ist nicht ganz unumstritten. So müssen Nutzer ihren vollen Namen inklusive Adresse sowie ihre Ausweisnummer angeben.

(Spanien: 47.100.396 Einwohner, 253.056 bestätigte Corona-Fälle, 28.401 Corona-Tote)

Italien

Die Einreise aus Deutschland ist schon seit Anfang Juni ohne Beschränkungen möglich. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen. In Geschäften, in Zügen oder in anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht, teilweise muss man auch Einmalhandschuhe tragen. Auf Fähren, zum Beispiel nach Sardinien, wird vor dem Betreten Fieber gemessen. An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden. Im Auto sind in den meisten Regionen nur drei Personen zugelassen, die nicht aus demselben Haushalt stammen, generell gilt dann auch Maskenpflicht. Unter diesem Link können die aktuellen Corona-Zahlen in Italien abgerufen werden, auch unterteilt nach Regionen.

Die italienische Corona-App heißt "Immuni".

(Italien: 60.262.701 Einwohner, 242.363 bestätigte Corona-Fälle, 34.926 Corona-Tote)

Slowenien

Einreisende aus Deutschland dürfen die slowenische Grenze bereits seit Ende Mai wieder passieren. Auch die Durchreise in andere Länder sowie damit verbundene kurze Zwischenstopps sind erlaubt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften gilt eine Maskenpflicht, der Mindestabstand beträgt 1,50 Meter.

In Slowenien gibt es keine Corona-App.

(Slowenien: 2.064.241 Einwohner, 1793 bestätigte Corona-Fälle, 111 Corona-Tote)

Kroatien

Kroatien gilt seit Kurzem als neuer "Corona-Hotspot". Der Anstieg der Fälle bezieht sich jedoch nicht auf die bei Urlaubern beliebten Orte an der Küste. Aktuelle Corona-Zahlen finden sich auf der Website der kroatischen Regierung. Kroatien-Urlauber dürfen einreisen, sofern sie an der Grenze ein Formblatt (zum Online-Formular geht's unter diesem Link) ausfüllen, auf welchem aufgeführt ist, wo sie sich während ihrer Reise aufhalten werden und wo sie zu erreichen sind, sollte es in ihrer Umgebung viele neue Corona-Fälle geben. Das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen (Hotel-Rezeption, Geschäfte) wird empfohlen, Maskenpflicht herrscht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Mindestabstand in Kroatien beträgt 1,50 Meter, dieser gilt auch am Strand und im Wasser.

In Kroatien gibt es bislang keine Corona-App.

(Kroatien: 4.190.669 Einwohner, 3416 bestätigte Corona-Fälle, 115 Corona-Tote)

Montenegro

Seit einigen Wochen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Montenegro stark an. Für die Städte Rozaje und Gusinje wurde laut Auswärtigem Amt inzwischen eine Quarantänesperre verhängt, für Bijelo Polje gilt im ganzen Stadtgebiet Maskenpflicht. Weitere Einschränkungen sind auch in anderen Städten möglich. Urlauber aus Deutschland dürfen einreisen, das Auswärtige Amt warnt jedoch vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen".

Eine Corona-App gibt es in dem Land nicht.

(Monenegro: 642.550 Einwohner, 1019 bestätigte Corona-Fälle, 19 Corona-Tote)

Niederlande

In Holland gilt ein Mindestabstand von 1,50 Metern, Maskenpflicht besteht im öffentlichen Nahverkehr sowie auf Fähren für alle ab 13 Jahren. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro. Bei Restaurants ist eine vorherige Reservierung erforderlich. Campingplätze sind geöffnet, auch gemeinsame Sanitärräume dürfen genutzt werden.

In den Niederlanden gibt es die Corona-App "PrivateTracer".

(Niederlande: 17.290.688 Einwohner, 51.013 bestätigte Corona-Fälle, 6156 Corona-Tote)

Schweden

Die Schweden haben trotz insgesamt sinkender Todes- und Infektionszahlen noch vergleichsweise hohe Corona-Werte zu verkraften. Dies sorgt unter anderem dafür, dass sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie gewohnt. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen - die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Die deutsche Reisewarnung besteht aber weiter, weil "Schweden die Neuinfiziertenzahl von weniger als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen überschreitet", heißt es beim Auswärtigen Amt.

Schweden verfügt bislang über keine Corona-App.

(Schweden: 10.327.589 Einwohner, 74.333 bestätigte Corona-Fälle, 5500 Corona-Tote)

Dänemark

Nachdem die Dänen als eines der ersten Länder Europas am 14. März ihre Grenzen für Ausländer ohne konkreten Einreisegrund dichtgemacht hatten, können deutsche Reisende mittlerweile wieder einreisen. Einzige Bedingung: Sie müssen sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Ausnahmen davon gelten etwa für Deutsche, die ein dänisches Sommerhaus besitzen, ihre Partner im Land besuchen wollen oder Einwohner Schleswig-Holsteins sind. In Dänemark ist die Lage derweil sehr positiv, die Zahl der Neuinfektionen gering. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind seit Mai wieder offen, eine Maskenpflicht besteht nicht.

Die vom dänischen Gesundheitsministerium veröffentlichte App heißt "smitte|stop".

(Dänemark: 5.822.763 Einwohner, 13.117 bestätigte Corona-Fälle, 609 Corona-Tote)

Griechenland

Reisende aus Deutschland können frei nach Griechenland einreisen. Alle müssen sich aber spätestens 48 Stunden vor der Ankunft unter diesem Link elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Bei Verstößen wird ein hohes Bußgeld fällig. Ein Algorithmus errechnet aus der Anmeldung, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Das Land hat - verglichen mit anderen Staaten Europas - weiterhin eine sehr niedrige Infektionsrate. Maskenpflicht gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Krankenhäusern. Zudem wird überall geraten, einen Abstand von mindestens 1,50 Metern von anderen Menschen zu halten.

Die griechische Corona-App heißt "DOCANDU Covid Checker".

(Griechenland: 10.727.700 Einwohner, 3672 bestätigte Corona-Fälle, 193 Corona-Tote)

Türkei

Das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen wird derzeit als Corona-Risikogebiet eingestuft, die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt bis 31. August. Daher müssen Rückkehrer aus der Türkei in Deutschland auch für zwei Wochen in Quarantäne. Bei einer Einreise aus Deutschland in die Türkei gibt es indes keine Quarantänepflicht mehr - Ausnahmen gelten für Einreisende aus Gebieten mit hohen Corona-Fallzahlen. Am Flughafen wird die Temperatur gemessen, bei Symptomen kann ein Corona-Test durchgeführt werden. An den Stränden gilt ein Sicherheitsabstand, in Hotels gibt es nur abgepackte Handtücher und es werden Wärmebildkameras eingesetzt. Wie auch in Deutschland gelten Abstandsgebote sowie Maskenpflicht in Geschäften und geschlossenen Räumen, in großen Städten überall in der Öffentlichkeit.

In der Türkei gibt es bislang keine Corona-App.

(Türkei: 83.155.000 Einwohner, 209.962 bestätigte Corona-Fälle, 5300 Corona-Tote)

*Die Angaben über Corona-Fälle sowie -Todesfälle beziehen sich auf die Angaben der Johns-Hopkins-University vom 10. Juli 2020.

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