Stolz sind die Bürgermeister aus Tuningen, Mönchweiler und Niedereschach auf ihre Hauptstandesbeamten, die ganz offensichtlich, genau wie die Bürgermeister, auch menschlich gut miteinander harmonieren. Unser Foto entstand nach der Übergabe der Bestellurkunden vor dem Rathaus in Mönchweiler. Foto: Albert Bantle

Bürgermeister Rudolf Fluck übergibt im Mönchweiler Rathaus den Hauptstandesbeamten von drei Gemeinden die Bestellurkunden. Das ist der Grund.

Nun ist es offiziell: Die drei Gemeinden Niedereschach, Mönchweiler und Tuningen unterstützen sich ab dem 1. Oktober 2025 im Zuge einer interkommunalen Zusammenarbeit bei Engpässen im Bereich des anspruchsvollen und gesetzlich streng geregelten Standesamtswesens, vertraglich genau festgelegt, gegenseitig und sichern sich so ein Stück Selbstverwaltung.

 

Im Beisein seiner Bürgermeisterkollegen Ralf Pahlow aus Tuningen, Martin Ragg aus Niedereschach sowie Tuningens Hauptamtsleiterin Celine Rothe und Mönchweilers Hauptamtsleiter Sebastian Duffner überreichte der gastgebende Bürgermeister Rudolf Fluck am Dienstagnachmittag im Mönchweiler Rathaus den Hauptstandesbeamtinnen und Hauptstandesbeamten der drei Gemeinden, die entsprechenden Bestellurkunden.

Im Ort behalten

„Es freut mich außerordentlich, dass wir uns im Standesamtsbereich aushelfen“, so Fluck. Man kenne sich, man schätze sich, und mit solchen Menschen arbeite man gerne zusammen. Und er fügte hinzu: „Wenn es mal klemmt – sich gegenseitig auszuhelfen, ist der richtige Schritt“. Genau wie Ragg und Pahlow halte er es für „essenziell“, aus Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger, die Standesämter im Ort zu behalten. Mönchweilers Hauptamtsleiter Sebastian Duffner erinnerte daran, dass die Idee für die Zusammenarbeit durch ein gutes Miteinander auf der Fachebene entstanden sei und dankte in diesem Zusammenhang Tuningen Hauptamtsleiterin Celine Rothe für deren Unterstützung sowie dem Landratsamt und der dortigen Standesamtsaufsicht. „Sie haben uns gut unterstützt und fanden das Projekt gut“. Ralf Pahlow verwies darauf, dass es im Bereich Standesamt „sehr formalistisch und mit Aufsichtsbehörde“ zugehe und freute sich, dass es in allen drei Gemeinderäten keinerlei Vorbehalte gegeben habe.

Keine Vorbehalte

Auch in Tuningen habe es schon Engpässe gegeben und mit der nun gefunden Regelung könne man wieder ruhiger schlafen. Zudem erläuterte Pahlow den Unterschied zwischen einem Hauptstandesbeamten und einem reinen Eheschließungsstandesbeamten, zu denen auch die Bürgermeister zählen. Martin Ragg dankte allen Beteiligten und wertet das Projekt als „starkes Zeichen, das wir hier im ländlichen Raum setzen“.

Im Anschluss an die Übergabe der Bestellurkunden, informierten sich die Hauptstandesbeamten in den Rathäusern in Mönchweiler, Niedereschach und Tuningen über die jeweilige die Tätigkeit betreffenden örtlichen Gegebenheiten.