Beim Start waren noch alle dicht beisammen. Foto: Schweizer

Das zweite vom Verein „albside“ ausgerichtete Laufevent „Up the Hill“ ist zu einem großen Erfolg für den noch jungen Veranstalter geworden. Problemlos und verletzungsfrei absolvierten die Teilnehmer die verschiedenen Strecken. 119 Läufer waren unterwegs.

„Alles verlief problemlos und verletzungsfrei, wir wurden regelrecht mit Lob überschüttet für ganz tolle Strecken“, lautet das Fazit von Sven Schairer, dem Vorsitzenden des Sportvereins „albside“. So mussten die DRK-Bergwacht Zollernalb, die mit drei Fahrzeugen unterwegs war, und das Rote Kreuz Pfeffingen nicht tätig werden. „Daher freuen wir uns heute schon auf das nächste Jahr“, blickt der Funktionär voraus.

 

Auch die Kinder und Jugendlichen machten sich auf einen speziellen Rundkurs. Foto: Schweizer

Schairer erinnert sich noch ebenso gerne an die erfolgreiche Premiere im Vorjahr, ebenfalls in Margrethausen. „Wir haben doch eine wunderschöne Alb, aber um die Ecke gibt es solche Trailläufe nirgends, daher wollten wir den Versuch hier wagen.“ Es begann mit einem fünf und zehn Kilometer „Up the Hill“ oder einfach „den Hügel hoch“. „Wir hatten so Veranstalterluft geschnuppert und wollten daher unsere Veranstaltung heuer ausbauen“, betont Schairer. So kamen am Samstag zu den Fünf- und Zehnkilometer-Läufen, die in Richtung Pfeffingen gingen und für den Silberdistel-Albcup gewertet wurden, im Vorfeld Kinderläufe in verschiedenen Altersklassen auf einem Rundkurs über 350 Meter dazu.

Hauptereignis war ein Wettkampf über 26 Kilometer in der Kategorie UTH25. Da diese Strecke mit 1250 Höhenmeter einmalig für die Region ist, war die Resonanz hervorragend. So starteten am Samstagnachmittag um 13.30 Uhr, nachdem sie Ortsvorsteher Thomas Bolkart willkommen geheißen hatte, 119 Läuferinnen und Läufer aus fünf Ländern und 17 Nationen. Von der Festhalle aus ging es hoch auf den Heersberg, über die Schalksburg hinunter ins Wannental, hinauf zum Böllat in Burgfelden, der Abstieg nach Zillhausen folgte, oben wartete wieder die Schalksburg, von dort ging’s runter Richtung Laufen, über das Felsenmeer hoch auf den Heersberg, hinunter nach Lautlingen und über das Muliwegle wieder auf den Heersberg, bevor es mit dem fünften Abstieg zurück zum Ziel in Margrethausen verlief. „Eine technisch sehr anspruchsvolle Strecke“, sagt Sven Schairer.

Aufmerksam beobachteten die Zuschauer die Kinderläufe auf dem Rundkurs. Foto: Schweizer

Alle Teilnehmer mussten die vorgeschriebene Pflichtausrüstung dabei haben. Dazu gehörte ein Erste-Hilfe-Set, eine Rettungsdecke, ausreichend Flüssigkeit und der eigene Trinkbecher, um so wenig wie möglich Müll zu hinterlassen. Die Streckenführung hatten die Teilnehmer dabei, überwiegend auf der Uhr oder dem Handy. Verpflegungsstellen – sie waren innerhalb eines Zeitlimits anzulaufen – waren in Burgfelden und Laufen, wo man nach 3.30 Stunden sein musste. Fünfeinhalb Stunden oder ein Zieleinlauf um 19 Uhr waren für die Wertung vorgegeben.

Am Vormittag hatte Sven Schairer prognostiziert, dass für ihn Vereinsmitglied und Lokalmatador Andreas Schindler Favorit sei. Er sollte Recht behalten. Um in der Heimat dabei zu sein, hatte Schindler den ursprünglich geplanten Trail am Lago Maggiore abgesagt und siegte mit deutlichem Vorsprung in 2:09:36 Stunden.

Mit im Teilnehmerfeld war auch Katja Kust aus Geislingen/Steige. Sie laufe regelmäßig und nütze die Möglichkeit hier als letzten Trainingslauf für den „Albtraum“ in ihrem Heimatort über 115 Kilometer.

Viele Läufer, die nach Margrethausen kamen, kennen sich. So gehört Christian Filk aus Riedlingen einer Läufergemeinschaft an, die auch die Zugspitze und den Großglockner erläuft. „Daher sind wir froh, dass es auf der Alb so etwas gibt“.

„Ich bin hier, weil ich schlecht nein sagen kann“, sagt Kevin Stegbauer aus Ludwigsburg. Er sei sozusagen noch Beginner und finde die Herausforderung schön, sich selbst zu überwinden. Zu den ältesten Startern gehörte Andreas Müller aus Ostrach. Der 63-Jährige bestreitet alle vier Wochen einen Wettkampf und war nach Margrethausen gekommen, „um mich warm zu machen für diese Saison“.

Albside – 2015 gegründet, derzeit mit 104 Mitgliedern und am Samstag mit 60 Helfern im Einsatz – verbucht den „Up the Hill“ als großen Erfolg.