Noch sind sie frisch: die Starter des Laufs über 25 Kilometer beim Start in Margrethausen. Foto: Horst Schweizer

490 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am Samstag in Margrethausen zum Laufevent „Up the Hill“ des Vereins Albside angetreten.

„ Es war die dritte Auflage von „Up The Hill“, die der Verein Albside, selbst erst zehn Jahre alt, ausrichtete, und der bis dato erfolgreichste. Waren im Vorjahr bei bestem Wetter 119 Teilnehmer auf die 25,8 Kilometer lange Strecke gegangen, so traten diesmal 250 Starter aus der ganzen Region an – die Überlegung von Albside, dass es im Bereich Trailläufe eine Marktlücke auf der Südwestalb gebe, hat sich als richtig erwiesen. „Wir waren diesmal sehr schnell ausgebucht, was wir nicht erwartet hätten“, strahlte Vereinschef Sven Schairer am Samstag.

 

Der Startschuss für den UTH 25, der mit 25 Kilometern Länge und 1250 Metern Höhendifferenz einzigartig in der Region ist, fiel um 14 Uhr auf dem Schulhof in Margrethausen. Bei bestem Wetter – allerdings hatte es am Morgen noch geregnet, doch auch das erwies sich als vorteilhaft. „Es tat der Strecke gut“, konstatierte Marc Herter, als er den Läufern erklärte, wo es lang ging. „Sie ist dadurch griffiger geworden.“ Einziges Manko: Die mit roter Sprühkreide aufgebrachten Streckenmarkierungen mussten in der Frühe nochmals nachgezogen werden.

Fünfmal aufwärts unddann wieder bergab

Der Weg hatte es in sich. Er führte von Margrethausen hoch auf den Heersberg, dann über die Schalksburg hinab ins Wannental, hinauf zum Böllat in Burgfelden, hinunter nach Zillhausen und erneut hinauf zur Schalksburg. Von dort ging es abwärts in Richtung Laufen, über das Felsenmeer hoch auf den Heersberg, wieder hinunter nach Lautlingen und über das Muliwegle erneut auf den Heersberg. Der fünfte Abstieg war dann der letzte; sein Ziel hieß Margrethausen.

Alle Teilnehmer führten die vorgeschriebene Pflichtausrüstung mit sich; zu ihr gehörten ein Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke, ausreichend Flüssigkeit und der eigene Trinkbecher – es sollte so wenig Müll wie möglich anfallen. Die Streckenführung hatten die Teilnehmer, die überwiegend autonom unterwegs waren, auf der Uhr oder auf ihrem Handy dabei.

Das Event des Jahres

Doch was bringt einen dazu, den UTH 25 mit seinen Steigungen und Gefällstrecken anzugehen? „Eine gute Vorbereitung auf die Berge“, erklärte Pascal Bruhn aus Sonnenbühl. Auch Patricia Göbri aus Reutlingen, die mit ihrer Gruppe DAV Schwaben allwöchentlich 2000 Höhenmeter im Stuttgarter Kessel bewältigt, nimmt „Up the Hill“ als willkommenes Training. Für Suraj Pai aus Stuttgart war es das Event des Jahres, auf das er sich sehr gefreut hatte, und Miriam Kreiner aus Ebingen, selbst bei Albside aktiv, unterstützt damit zum einen ihren Verein und versucht zum anderen, an ihre Grenzen zu gehen: Sie wachse jedes Mal über sich hinaus.

„Wir wurden mit Lob überschüttet“

An den Kinderläufen über 500, 1000 und 1500 Meter, die in Margrethausen ausgetragen wurden, nahmen 75 junge Sportler teil. Ihrer Siegerehrung folgten dann der 10,8 Kilometer lange UTH10 über Pfeffingen nach Burgfelden, der mit 330 Metern Höhendifferenz aufwartete und der 4,7 Kilometer lange UTH5 durchs Käsental. Beide Strecken sind Teil der regionalen Silberdistel-Albcup-Laufserie.

Von den derzeit 112 Mitgliedern des Vereins Albside waren am Samstag über 60 Helfer im Einsatz. „Wir wurden mit Lob überschüttet für die tollen Strecken, und alle blieben verletzungsfrei – DRK-Bergwacht und DRK Pfeffingen mussten nicht eingreifen“, lautete abschließend das Fazit von Sven Schairer. „Wir freuen wir uns schon jetzt aufs nächste Jahr.“