In der Nacht auf Freitag, 6. Dezember, zog ein Sturm mit orkanartigen Böen über den Schwarzwald-Baar-Kreis und richtete in St. Georgen erheblichen Schaden an. Besonders betroffen war der Müll, der in der Nacht auf die Straßen gestellt worden war, um abgeholt zu werden.
Ein heftiger Sturm mit orkanartigen Böen zog in der Nacht auf Freitag über den Schwarzwald-Baar-Kreis, betroffen war auch die Stadt St. Georgen. Die Nina-Warnapp hatte bereits am Donnerstag vor den extremen Unwettern gewarnt, die von 2 bis etwa 12 Uhr andauern sollten. Erwartet wurden Windgeschwindigkeiten von 90 bis 105 Stundenkilometern, mit Spitzenwerten bis zu 120 Stundenkilometer in exponierten Lagen.
Müll auf den Straßen verteilt
In der Folge hinterließ der Sturm in St. Georgen eine Spur der Verwüstung. Besonders betroffen waren die Straßen, auf denen in der Nacht zuvor die gelben Tonnen zur Abholung bereitgestellt worden waren. Durch die starken Böen wurden die Tonnen umgeworfen, und der Müll, insbesondere Plastikmüll, verteilte sich auf den Gehwegen und Straßen.
Bauhof beseitigt Chaos
Bereits gegen 7 Uhr am Freitagmorgen machte sich der Bauhof von St. Georgen auf den Weg, um die Schäden zu beseitigen, berichtete Hanspeter Boye, Leiter des Bauhofs. Mit einem zehnköpfigen Team rückten die Mitarbeiter aus, um den Müll zu sammeln und die Straßen zu reinigen. Priorität hatten zunächst die Hauptverkehrswege und die Wohngebiete, die schnell wieder von den Hinterlassenschaften des Sturms befreit wurden, wie Boye auf Anfrage mitteilte.
NINA-Warnapp gibt Warnung raus
Im Laufe des Vormittags fuhren die Bauhof-Mitarbeiter auch durch die Ortsteile und beseitigten die Streuung von Plastik und anderem Abfall, der auf den Straßen und Gehwegen lag.
Bis kurz vor 16 Uhr, sagte Boye am Vormittag, werde der Bauhof am Freitag im gesamten Stadtgebiet unterwegs sein, um die Sauerei zu beseitigen.
Die Unwetterwarnung, die von der Nina-Warnapp herausgegeben wurde, richtete sich insbesondere an den Schwarzwald-Baar-Kreis, wo Orkanböen und stürmische Winde zu erheblichen Gefahren führen konnten. In der Warnung hieß es, dass es zu umstürzenden Bäumen, herabfallenden Ästen sowie beschädigten Hochspannungsleitungen und Gerüsten kommen könne.
Erneute Warnung
Am Freitagvormittag meldete sich die Nina-App erneut. Die Warnung: Oberhalb 800 Metern treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 90 Stundenkilometer vorerst aus südlicher, dann aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 100 Stundenkilometer gerechnet werden.