Die Spendengelder werden vielseitig eingesetzt. Das Foto zeigt einen Jugendlichen aus einem Kinderheim in Peru bei seiner Ausbildung. Foto: Nack

Die Freunde von Casa Verde blickten auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Es gab auch Berichte, wie sich die Mitarbeiter der Heime in Peru um die Bedürfnisse der Kinder kümmern.

Als Gast war der Lahrer Volker Nack anwesend, der zusammen mit seiner Ehefrau Dessy vor fast 30 Jahren die Kinderheime Casa Verde in Peru aufgebaut hat, die der Lahrer Verein finanziell und ideell unterstützt.

 

Nack erklärte eindrücklich und mit vielen aktuellen Bildern, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinderheime mit großer Leidenschaft und ebenso viel Professionalität um die Bedürfnisse der Kinder kümmern. Er verwies dabei besonders auf das Konzept der psychopädagogischen Begleitung, insbesondere für Kinder mit Lernschwächen, aber auch auf die essenzielle Bedeutung der psychologischen Begleitung, die durch die beiden festangestellten Psychologen gewährleistet werde.

Volker Nack: Kritik einer Ehemaligen wurde nach Kontrollen nicht bestätigt

Das Team, bestehend aus langjährigen, aber auch neuen Mitarbeitern, sichere außerdem die Gesundheitsvorsorge, die schulische Begleitung und den Weg in eine Ausbildung, aber auch die Gestaltung des Alltags und die Organisation vieler Freizeitaktivitäten. Die Kinderheime in Arequipa und Cusco seien jeweils mit rund 20 Kindern und Jugendlichen voll belegt. Mit den Spenden des vergangenen Jahres konnte diese Arbeit sichergestellt werden, so Nack weiter. Ebenso konnten demnach notwendige Neuanschaffungen wie Kühlschränke und weitere dringend erforderliche Ausstattungen realisiert werden.

Für das kommende Jahr werben der Vorstand und Nack weiterhin um Unterstützung für die Arbeit in den Heimen. An anschaulichen Beispielen machte Nack deutlich, wie wichtig ein familiäres Umfeld und ein einfühlsamer Umgang für die Entwicklung der Kinder seien, ergänzt durch die professionelle Begleitung der Psychologen. Nack teilte den Mitgliedern außerdem mit, dass die Trägerorganisation Blansal im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern wird. Blansal (Instituto de Apoyo y Desarrollo Social) hat insgesamt bis zu 35 Mitarbeiter und engagiert sich nicht nur für die Heime, sondern hat im Laufe der Jahre zahlreiche Projekte zur Prävention, sozialen Unterstützung und Stärkung von Kindern und Familien in Peru aufgebaut.

Im Rahmen der Versammlung sprach Nack zudem auch kritische Berichte einer ehemaligen Freiwilligen über die Situation in den Heimen an (wir berichteten). Nack verwies darauf, dass Kontrollbesuche staatlicher Jugendbehörden die erhobenen Vorwürfe nicht bestätigt hätten. Deutliches Indiz hierfür sei die Tatsache, dass die genannten Jugendbehörden den Kinderheimen Casa Verde regelmäßig Kinder und Jugendliche zur Betreuung in Obhut geben.

Abschließend dankten die Verantwortlichen den Förderern und Unterstützern für ihr Engagement und betonten, dass die Arbeit in und um Casa Verde nahezu vollständig auf Spenden angewiesen bleibe. Die Mitgliederzahl des Vereins sei stabil bei rund 40 Personen, daneben erhalten etwa 150 Interessierte regelmäßig Informationen.

Unterstützung

Interessierte, die die Arbeit für die Kinder in den Casa-Verde-Heimen in Peru unterstützen möchten, können sich an die Freunde von Casa Verde mit Sitz in Lahr wenden und über die Vereinswebseite weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten erhalten unter freunde-von-casa-verde.de.