Der Kaufvertrag zum Bima-Gelände in Oberschopfheim ist noch nicht unterzeichnet – geplant war der Abschluss im Januar. Insgesamt 62 Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau sind vorgesehen.
Im Dezember wurde die Frage nach der Vertragsunterzeichnung zum Bima-Gelände in Oberschopfheim aus dem Ortschaftsrat laut. Ortsvorsteher Michael Jäckle teilte mit, dass er mit der Vertragsunterzeichnung im Januar rechne. Auf Nachfrage der Lahrer Zeitung teilte Ortsvorsteher Jäckle nun mit, dass der Vertrag noch immer nicht unterzeichnet sei. Eine Erklärung dafür gibt es nicht.
Jüngst wurde in einer Gemeinderatssitzung auch die Frage nach der ortsüblichen Miete laut. Gefragt wurde, ob das Bima-Gelände mit einer überarbeiteten Planung freigegeben wurde und wann der Grundstücksverkauf besiegelt sei. Dass sich die Miete im sozialen Wohnungsbau im Fluss befinde und sich an den Preisen von Vergleichsmieten orientiere, bestätigte Bürgermeister Erik Weide. Nach wie vor gebe es wohl einige Punkte im Vertrag, die noch zu klären seien.
Wohnraum für 150 bis 170 Menschen wird geschaffen
Den Zuschlag für das gesamte Gelände erhielt im Juli das Unternehmen Immo-Pro-Invest aus Ba d Dürrheim. Der Investor zei gte sich mit den Architekten „Lieb“ und „Tobias Hylla“ als Gewinner der Konzeptvergabe für die Gesamtentwicklung des Geländes. Geplant sind insgesamt 62 Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau. 19 Wohnungen sind im Hauptgebäude entlang der Oberschopfheimer Hauptstraße geplant und weitere 43 Wohnungen sollen im hinteren Bereich, auf zwei Gebäudekomplexen verteilt, entstehen. Das Gelände umfasst eine Fläche von 45 Quadratmetern Wohnraum soll für 150 bis 170 Menschen geschaffen werden.
Gemeinde verkauft Gebäude für 700 000 Euro
Großen Wert wird auf kleine und bezahlbare Wohneinheiten gelegt mit einer Miete 40 Prozent unterhalb der ortsüblichen Miete. Außerdem sollen die Wohnungen allesamt barrierefrei sein, damit auch Senioren der Einzug möglich sei, so der Anspruch. Auf dem Gelände sind zusätzlich 66 Stellplätze für Pkws geplant. Dabei sind 21 Stellplätze im Altbau des Bima-Gebäudes in einer dreifachen Parkgarage vorgesehen. Weitere 34 Stellplätze sind in einer Tiefgarage geplant sowie sechs direkt im Hof und fünf weitere entlang der Oberschopfheimer Hauptstraße. Der Verkauf des Areals steht im Haushalt der Gemeinde Friesenheim für das Jahr 2025 als Einnahme in Höhe von 700 000 Euro.
Eigentlich sollte der Vertrag schon im Jahr 2024 unterzeichnet sein. Vorher werden noch keine Bagger rollen. Nachdem die Verträge unterzeichnet sind, muss zuerst ein Bebauungsplan für das Gelände erstellt werden, was in der Regel 1,5 Jahre dauert. Danach wird von einer Bauzeit von zwei Jahren ausgegangen. Frühestens im Jahr 2028 könnten erste Wohnungen zum Einzug bereit stehen. Eigentümerin der entstehenden Wohneinheiten wird die Immo-Pro-Invest in Bad Dürrheim sein, die künftig auch die Wohnungen vermieten wird.
Sozialer Wohnungsbau
Für den sozialen Wohnungsbau hatte sich der Friesenheimer Gemeinderat bereits im Jahr 2018 auf Neubauten im Gewann Litzengrund in Oberweier sowie im künftigen Neubaugebiet Eschental geeinigt. Für das Gewann Litzengrund lag im Spätjahr 2024 eine Bauvoranfrage der Gemeinde Friesenheim zur Klärung der Bebaubarkeit (Errichtung eines Flüchtlingswohnheims für 60 Personen) vor. Rechtlich steht der Bebauung laut Bauverwaltung nichts im Wege. Auch die Zufahrt zum Grundstück wäre gesichert.